True Story

Der Fall des Lieutnant Morant (Breaker Morant) – australisches Historiendrama aus dem Jahr 1980.

Breaker Morant

Das Historien- und Kriegsdrama des Regisseurs und Drehbuchautors Bruce Beresford basiert auf dem Bühnenstück „Breaker Morant: A Play in Two Acts“ von Kenneth G. Ross aus dem Jahr 1978. Geschildert wird die wahre Geschichte der drei Offiziere Harry „Breaker“ Harbord Morant (1864-1902), Peter Joseph Handcock (1868-1902) und George Ramsdale Witton (1874-1942), die sich vor einem Kriegsgericht verantworten mussten. Sie gelten als die ersten Kriegsverbrecher in der britischen Militärgeschichte.

Die drei australischen Offiziere dienten während des Zweiten Burenkrieges (1899-1902) in der britischen Armee. Der Zweite Burenkrieg war ein Konflikt zwischen dem Vereinigten Königreich und den zwei Burenstaaten, der Südafrikanischen Republik der Provinz Transvaal und dem Oranje-Freistaat. Dieser Krieg endete mit einer Eingliederung der beiden Burenrepubliken in das britische Imperium. Die drei Offiziere wurden beschuldigt, feindliche Kämpfer und Zivilisten in der Provinz Transvaal getötet zu haben.

Nach Angaben der Militärstaatsanwaltschaft habe sich Harry „Breaker“ Harbord Morant für den Tod seines kommandierenden Offiziers gerächt. Aus Rache soll er Kriegsgefangene und Zivilisten getötet haben, darunter Afrikaner und niederländische Lehrer. Harry Morant, Peter Handcock und George Witton kamen vors Militärgericht und wurden zum Tode verurteilt. Das Todesurteil von George Witton wurde durch Feldmarschall Horatio Herbert Kitchener, 1. Earl Kitchener (1850-1916), aufgehoben, die beiden anderen jedoch persönlich unterzeichnet.

Harry Morant und Peter Handcock sind für den Tod des deutschen Missionars Carl August Daniel Heese (1867-1901) verantwortlich. Wegen diesen Mordes wurden sie freigesprochen. Zum Tode verurteilt wurden sie der Morde an Floris Visser, einem verwundeten Kriegsgefangenen und acht weiterer Personen, darunter auch vier niederländische Lehrer. Peter Handcock und Harry Morant wurden am 27. Februar 1902 hingerichtet.

Viele Australier sehen Harry Morant und Peter Handcock heute als Sündenböcke und Opfer eines Justizmordes. Der südafrikanische Historiker Charles Leach sagte, dass nach Ansicht vieler Südafrikaner, insbesondere der Nachfahren der Getöteten, eine Gerechtigkeit durch diesen Prozess und die daraus verhängten Strafen nur teilweise erreicht wurde.

Nicht alle der Schuldigen mussten sich für ihre Taten verantworten, unter anderem Alfred James „Bulala“ Taylor (1861-1941), einem berüchtigten Offizier und Massenmörder. Sein Verteidiger, der australische Major JF Thomas, konnte einen Freispruch erwirken. Taylor war berüchtigt wegen seiner Aktionen während des Zweiten Burenkrieges. Man beschrieb ihn als Sadisten. Gegenüber weißen als auch schwarzen Südafrikanern soll er skrupellos gewesen sein. Er hatte angeordnet unbewaffnete Bauern zu ermorden.

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