True Story

Die Stockholm Story – Geliebte Geisel (Stockholm) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2018.

Die Stockholm Story

Der Film basiert auf einem wahren Banküberfall und Geiselnahme im Jahr 1973, in der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Dadurch prägte sich der Begriff „Stockholm-Syndrom“, ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives und emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Die Opfer sympathisieren und kooperieren meist mit den Tätern.

Vom 23. bis zum 28. August 1973 kommt es zu einer Geiselnahme am Norrmalmstorg in Stockholm, einem Platz im Stockholmer Stadtteil Norrmalm. Der Kriminelle Jan Erik „Janne“ Olsson, ein Gefangener auf Freigang, betrat das Kreditbanken-Gebäude um hier einen Raub zu verüben. Er nahm vier Personen als Geiseln; Brigitta Lundblad, Elisabeth Oldgren, Kristin Enmark und Sven Säfström. Die Polizei war bereits informiert und es kam zu einem Schusswechsel, bei dem ein Polizist verletzt wurde.

Der Geiselnehmer forderte die Freilassung des Verbrechers Clark Olofsson, der zu ihm gebracht werden sollte. Außerdem stellte er Forderungen nach zwei Millionen Kronen, Waffen und einem Fluchtfahrzeug. Ihm war es gelungen Clark Olofsson aus der Haft freizupressen. Clark Olofsson legte den Geiseln Schlingen um den Hals, die er an einem Schrank im Tresorraum befestigte. Er ruft das Büro des Ministerpräsidenten Olof Palme an und sagte; „Wenn wir die Bank nicht verlassen können, werden die Geiseln sterben!“

Die beiden Täter verbarrikadierten sich in der Bank. Auch eine der Geiseln, Kristin Enmark, telefonierte mit Olof Palme und gab zur Kenntnis, das sie keine Angst vor den Männern habe. Sie nahm ihre Peiniger sogar in Schutz. Die Medien berichteten eifrig und man stellte sich die Frage warum sie dies tat. Der Polizei war es gelungen die beiden Täter zu überwältigen. Niemand kam dabei zu Schaden. Nach 131 Stunden hatte die Geiselnahme ein Ende gefunden.

Die Polizei hatte ein Loch gebohrt und Gas in die Bank geleitet. Als man die Bank stürmte rief Kristin Enmark den Beamten zu; „tut ihnen nicht weh, sie haben nichts getan!“ Sie hatte tatsächlich eine besondere Bindung zu Clark Olofsson aufgebaut. Auch später besuchte sie ihn im Gefängnis und es kam zu einem Briefkontakt. Jan Erik „Janne“ Olsson wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. Clark Olofsson musste seine Reststrafe absitzen.

Die 23-jährige Kristin Enmark wurde von Psychologen befragt, unter anderem stellte man ihr die Frage, ob sie in Clark Olofsson verliebt sei. Dieses Ereignis gilt als Geburtsstunde des Begriffs Stockholm-Syndrom. Opfer entwickeln ein Verständnis und Sympathien für ihre Peiniger. Als Geisel verspürt man eigentlich Angst, man weiß nicht was mit einem geschieht und kann die Situation nicht einschätzen. Ein Geiselnehmer entscheidet über Leben und Tod.

Kristin Enmark veröffentlichte 2015 ihr Buch „Ich hatte das Stockholm-Syndrom“. Sie beschäftigt sich noch heute mit dem Phänomen Stockholm-Syndrom.

 

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