True Story

Bronson – Ein Mann schlägt zurück (Local 323/Act of Vengeance) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1986.

Bronson - Ein Mann schlägt zurück

  • Neuauflage wünschenswert!

Der Film beruht auf dem Buch „Act of Vengeance“ von Trevor Armbrister, in dem der Autor eine auf Tatsachen beruhende Geschichte über Korruption der Präsidentschaftswahlen der Gewerkschaft United Mine Workers im Jahr 1969 beschreibt. Einer der Gewerkschaftsführer, Joseph Yablonski (1910-1969) und dessen Familie, wurden am 31. Dezember 1969 von drei Tätern ermordet.

Der Präsident der Gewerkschaft United Mine Workers of America, William Anthony „Tough Tony“ Boyle (1904-1985), hatte diesen Mord an Joseph „Jock“ Yablonski in Auftrag gegeben. Tony Boyle war von 1963 bis 1972 Präsident der Gewerkschaft. 1969 waren sämtliche Arbeiter in Aufruhr. Der Präsident der Gewerkschaft John L. Lewis (1880-1969) war im Jahr 1960 in den Ruhestand getreten. Sein Nachfolger Thomas Kennedy (1887-1963) starb 1963. John L. Lewis bestimmte während seiner Pensionierung Tony Boyle als neuen Präsidenten. Diese Entscheidung traf auf sehr viel Widerstand der Minenarbeiter und den Gewerkschaftsführern.

Die Bergarbeiter wollten generell Veränderungen in ihrer Gewerkschaft. Unter anderem forderten sie mehr Demokratie. Tony Boyle warf man zudem vor, er würde sich mehr für die Minenbesitzer als für die Arbeiter einsetzen. Beschwerden die man eingereicht hatte wurden erst Monate, teils Jahre, später bearbeitet um nach möglichen Lösungen der Probleme zu suchen.

1969 standen Tony Boyle und Joseph Yablonski zur Wahl des neuen Präsidenten. Diese Wahl wurde allgemein als korrupt angesehen, wobei Tony Boyle als Sieger hervorging, Stimmen von 80.577 zu 46.073. Joseph Yablonski akzeptierte den Sieg von Tony Boyle, forderte zugleich das Arbeitsministerium auf, diese Wahl wegen Verdacht des Betruges zu untersuchen. Insgesamt fünf Klagen hatte er eingereicht. Tony Boyle galt allgemein als sehr unbeliebt.

Nach mehreren Mordversuchen wurden am 31. Dezember 1969 Joseph Yablonski, dessen Ehefrau Margaret und ihre 25-jährige Tochter Charlotte in ihrem Haus in Clarksville, Pennsylvania, von drei Tätern erschossen. Sein Sohn aus einer früherern Beziehung, Kenneth Yablonski (1934-2002), hatte die drei Leichen am 5. Januar 1970 entdeckt. Diese Morde wurden von Tony Boyle in Auftrag gegeben. Er hatte Albert Pass 20.000 Dollar gegeben, um damit Täter anheuern zu können.

Der arbeitslose Anstreicher Paul Gilly und die beiden Herumtreiber Aubran Martin und Claude Vealey erklärten sich bereit diese Tat zu begehen. Die Täter hinterließen eine Menge an Fingerabdrücken, wodurch es der Polizei nach drei Tagen gelang die Täter zu überführen. Die drei Mörder und ihr Auftraggeber Albert Pass, sowie dessen Ehefrau wurden zum Tode verurteilt. Aubran Martin bekannte sich schuldig und ihm blieb die Todesstrafe erspart. Das Urteil wurde in lebenslange Haft umgewandelt. Zwei der Mörder beschuldigten Tony Boyle, diese Tat geplant und finanziert zu haben. Tony Boyle wurde 1974 zu drei mal lebenslanger Haft verurteilt. Er starb 1985.