True Story

Geheimnis eines Lebens (Red Joan) – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2018.

Geheimnis eines Lebens

Als Vorlage für den Film diente das Buch „Red Joan“, in dem die Geschichte von Melita Norwood beschrieben wird. Die Britin arbeitete als Sekretärin bei der British Non-Ferrous Medals Research Association, einer Forschungsgruppe im Bereich der Metallurgie.

Die Erkenntnisse die man hier gewonnen hatte, gab Melita Norwood an den russischen Geheimdienst KGB weiter, darunter nukleare Geheimnisse. Mit den genannten Materialien konnte die UdSSR ihre Atombomben-Technologie weiterentwickeln und den Bau von Atomwaffen beschleunigen. In der Geschichte des KGB wird Melita Norwood als wichtigste britische Agentin beschrieben. Unter ihrem Decknamen Hola spionierte sie von 1937 bis 1972 für die Sowjetunion.

Melita Sirnis wurde am 25. März 1912 in Pokesdown, einem Vorort von Bournemouth, geboren. Ihr Vater Peter Alexander Sirnis war Lette und arbeitete als Buchbinder. Ihre Mutter Gertrude Stedman Sirnis war Britin. Als sie sechs Jahre alt war verstarb ihr Vater. Er arbeitete für die Zeitungen The Southern Worker und Labour and Socialist Journal, diese von der Oktoberrevolution in Russland stark beeinflusst wurden. Ihr Vater veröffentlichte Übersetzungen der Werke von Lenin und Trotzki.

Melita Sirnis besuchte das Itchen Sixth Form College und wurde 1928 Klassensprecherin. Danach studiert sie am University College of Southampton. Ab 1932 arbeitet sie für die Forschungsgruppe British Non-Ferrous Metals Research Association in London und spionierte für den KGB. Sie hatte Zugand zu Daten, die für die Russen von großer Wichtigkeit waren. 1935 heiratet sie Hilary Nussbaum, der später seinen Namen in Norwood ändert. 1943 wurde Tochter Anita geboren. Ihr Ehemann war Kommunist und Lehrer. Melita Norwood trat 1936 der kommunistischen Partei Großbritanniens bei. Das Paar kaufte eine Doppelhaushälfte und führte ein unauffälliges Leben.

Mitte der 1930er Jahre begann ihre Spionagetätigkeit. Erst im September 1999 wurde bekannt das sie als Spionin tätig war. Man beschrieb sie als liebenswerte alte Dame die bekannt für ihre hausgemachte Marmelade war. Ihre Spionagetätigkeiten wurden erstmals 1999 in dem Buch „The Mitrokhin Archive: The K.G.B. in Europe and the West“ der Autoren, dem Historiker Christopher Andrew und dem Archivar Vasili Mitrokhin, enthüllt. Die britischen Behörden hatten beschlossen, sie strafrechtlich nicht zu verfolgen, um andere Ermittlungen nicht zu gefährden. Melita Norwood verstarb am 2. Juni 2005 im Alter von 93 Jahren.