True Story

Winchell – Reporter aus Leidenschaft – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1998.

Winchell - Reporter aus Leidenschaft

Der Film orientiert sich an dem Buch „Walter Winchell: His Life and Times“ von Herman Klurfeld, in dem die Geschichte des Klatschreporters und Radiokommentators Walter Winchell (1897-1972) beschrieben wird. Seine Zeitungskolumnen und Radiosendungen mit Nachrichten und Klatsch brachten ihm in den 1930er bis 1950er Jahren ein breites Publikum.

Walter Winchell wurde am 7. April 1897 in New York City als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer geboren. Er verließ die Schule in der 6. Klasse und trat im Theater bei den „Newsboys Sextet“ auf, einer Varieté-Gruppe, zu der auch der spätere Schauspieler George Jessel (1898-1981) gehörte. Die Karriere von Walter Winchell begann als er über seine Schauspieltruppe berichtete, angefangen mit den Notizen am Schwarzen Brett. 1919 heiratet er Rita Greene. Das Paar lässt sich 1928 scheiden. Seine erste Kolumne Mainly About Mainstreeters erschien 1924 in der Zeitung Evening Graphic.

1929 engagierte ihn die Zeitung New Yorker Daily Mirror, wo er für die Klatschkolumne On-Broadway verantwortlich war. 1930 gab Walter Winchell sein Radiodebüt, mit seiner 15 minütigen Sendung Saks on Broadway. Walter Winchell hatte jedoch auch Verbindungen zu dem Gangster Owney Madden, Owen Vincent Madden (1891-1965), bekannt als „The Killer“. Beide waren eng befreundet.

Die Berichterstattung über die Lindbergh-Entführung und dem anschließenden Prozess brachten ihm nationale Aufmerksamkeit. Ein Freund wurde nun auch John Edgar Hoover, der erste Direktor des FBI. Seine Zeitungskolumne wurde täglich von 50 Millionen Menschen gelesen. Die Radiosendung verfolgten etwa 20 Millionen Hörer. Walter Winchell war Jude und einer der ersten Kommentatoren in den Vereinigten Staaten der Adolf Hitler und nationalistische Organisationen wie den Amerikadeutschen Bund und dessen Führer Fritz Julius verurteilte. Er stand auch dem Ku-Klux-Klan kritisch gegenüber und setzte sich für die Bürgerrechte der Schwarzen ein.

In den 1950er Jahren unterstützte er den Senator Joseph McCarthy, der Kommunisten ausfindig machen wollte. Anfang der 1960er Jahre kam es zu einem öffentlichen Streit mit dem Moderator Jack Paar (1918-2004), dieser zu einem Ende seiner Karriere führte. Walter Winchell war bekannt dafür, zu versuchen, die Karrieren seiner persönlichen und politischen Feinde zu zerstören. Dies zu jener Zeit als seine eigene Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg fortgeschritten war. In den 1960er Jahren schrieb er auch Kolumnen für das Filmmagazin Photoplay.

1969 zog sich Walter Winchell zurück, nachdem sein Sohn Selbstmord begangen hatte und sich der Gesundheitszustand seiner Ehefrau Elizabeth June Magee Winchell (1903-1970) verschlechterte. Walter Winchell verstarb am 20. Februar 1972 im Alter von 75 Jahren an Krebs.