True Story

Der Teufelskreis – deutsches (DDR) Drama aus dem Jahr 1956.

Der Teufelskreis

Der Film der DEFA thematisiert den Reichstagsbrand und den anschließenden Schauprozess im Jahr 1933.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 stand der Reichstag in Flammen. Das Reichstagsgebäude wurde in Brand gesetzt, vermutlich durch die Nationalsozialisten, um diese Brandstiftung den politischen Gegnern zuzuschieben. Am Ort des Geschehens wurde der politisch links orientierte Marinus van der Lubbe (1909-1934) festgenommen. Er war der Hauptangeklagte beim anschließenden Reichstagsbrandprozess. Van der Lubbe legte ein umstrittenes Geständnis ab und wurde am 10. Januar 1934 in Leipzig hingerichtet.

Bereits kurz nach dem Brand wurde seine Schuld angezweifelt. Die Nationalsozialisten nutzten den Reichstagsbrand als Vorwand, um gegen ihre Gegner, den Kommunisten, vorzugehen. Hermann Göring sagte; „Das ist der Beginn des kommunistischen Aufstandes, sie werden jetzt losschlagen! Es darf keine Minute versäumt werden!“ Auch Adolf Hitler meldete sich zu Wort und verkündete schonungslose Härte gegen die Kommunisten.

Der Reichstagsbrand fiel mitten in den Wahlkampf für die Reichstagswahl vom 5. März 1933. Unabhängig von der Täterschaft, kam der Reichstagsbrand den Nationalsozialisten  sehr gelegen. Mitglieder der KPD wurden festgenommen, allein in Berlin 1500 kommunistische Reichstags- und Landtagsabgeordnete wurden in Gefängnisse gesperrt. Eine Brandstiftung seitens der Kommunisten kann man sicher ausschließen, sie hatten keinerlei Nutzen von diesem Brand. Es kann nicht eindeutig geklärt werden, wer den Reichstag in Brand gesetzt hat. Für die Nazis war dies der entscheidende Schritt in eine Diktatur.

Die Feuerwehr mit 15 Löschzügen hatte den Brand noch in der Nacht gelöscht. Mehrere Tausend Schaulustige hatten sich versammelt. Neben Marinus van der Lubbe wurden auch die Kommunisten Ernst Torgler (1893-1963), Georgi Dimitroff (1882-1949), Blagoi Popow (1902-1968) und Wassil Tanew (1897-1941) angeklagt. 500 Zeugen wurden zu diesem Prozess geladen. Das gesamte Verfahren wurde durch die Nazis beeinflusst. Die Angeklagten Torgler, Dimitroff, Popow und Tanew wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Marinus van der Lubbe wurde zum Tode verurteilt.

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