True Story

Jagd auf James A. (I Am a Fugitive from a Chain Gang) – amerikanisches Drama, Film-Noir aus dem Jahr 1932.

Jagd auf James A

 

Jagd auf James A. oder auch Ich bin ein entflohener Kettensträfling basiert auf der Geschichte von Robert Elliot Burns (1892-1955) und seinen Memoiren „I Am a Fugitive from a Georgia Chain Gang“, diese zu seiner Bekanntheit beigetragen haben.

Robert Elliot Burns berichtet von seiner Inhaftierung in einer Chain Gang, einer Gruppe von Gefangenen die durch Ketten miteinander verbunden sind, um mögliche Fluchtversuche zu verhindern. Die Gefangenen mussten verschiedene Arbeiten verrichten, unter anderem dem Bau von Straßen und in der Landwirtschaft. Erst 1955 wurde dieses System eingestellt.

Der Bundesstaat Georgia gehörte zu den letzten Staaten die diese Chain Gang abgeschafft hatte. Die Gefangenen waren nun ohne dieser Ketten und wurden streng beaufsichtigt. In den 1920er Jahren gelang es Robert Elliot Burns diesem System zu entkommen, er konnte tatsächlich fliehen. Mit seinen Memoiren deckte er gleichzeitig die Ungerechtigkeit und die Grausamkeit dieses Gefangenensystems auf.

Robert Elliot Burns wurde am 10. Mai 1892 in Palisades, New Jersey, geboren. 1912 verließ er die Familie und zog durch die Vereinigten Staaten um Geld zu verdienen. Während des Ersten Weltkriegs diente er als Sanitäter. Dieser Krieg hatte ihn zutiefst schockiert und er kehrt von Europa in die Vereinigten Staaten zurück. Sein psychischer Zustand und das er keine Arbeit fand, ließen ihn zu einem Herumtreiber werden.

Schließlich landet er 1921 in Atlanta, Georgia. Hier wird er zu einem Raubüberfall verleitet. Für dieses Verbrechen wurde Robert Elliot Burns zu sechs bis zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Die Gefangenen wurden zur Arbeit gezwungen, dies unter unmenschlichen Bedingungen, zudem ständiger Prügel und mangelnder Ernährung. Mit Hilfe eines weiteren Gefangenen, der seine Fußfessel aufschlagen konnte, gelang es ihm zu fliehen. Er ging nach Chicago und wurde Herausgeber und Verleger des Greater Chicago Magazine.

Hier veröffentlichte er mehrere Artikel über die Brutalität der er ausgesetzt war. Robert Elliot Burns wurde erneut festgenommen und verbüßte seine Haftstrafe bis zum Ende. Diesmal erwartete ihn weniger harte Arbeit. Nach mehreren gescheiterten Versuchen auf Bewährung entlassen zu werden, gelang ihm am 4. September 1930 erneut eine Flucht. Es folgten einige Gelegenheitsjobs in New Jersey und er veröffentlichte seine Autobiografie. 1932 wurde er abermals verhaftet. Der Gouverneur von Georgia, Ellis Arnall (1907-1992), ermöglichte ihm später sich einem Bewährungsausschuss zu stellen. Robert Elliot Burns war ein freier Mann. Er verstarb am 5. Juni 1955 an Krebs.

 

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