True Story

Die 21 Stunden von München (21 Hours of Munich) – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1976.

Die 21 Stunden von münchen

 

Der Film basiert auf dem Münchner Olympia-Attentat am 5. September 1972, einem Anschlag der palästinensischen Terrorgruppe Schwarzer September auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen in München.

Die Olympischen Spiele sollten ein neues Deutschland zeigen, doch sie gingen in Tod und Terror unter. Bei diesem Attentat starben 17 Menschen, darunter alle elf israelische Geiseln, fünf Geiselnehmer und ein Polizeibeamter. Die Terroristen wurden bereits zuvor von deutschen Neonazis unterstützt, insbesondere einer Vorbereitung dieses Anschlags. Zwei dieser Unterstützer waren Udo Albrecht und Willi Pohl, diese Kontakte zur PLO hatten. Der Drahtzieher dieses Attentats Abu Daoud (1937-2010) traf zuvor in Dortmund ein und ihm wurde ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt.

Am Morgen des 5. September 1972 betraten acht Mitglieder der Terrororganisation Schwarzer September das Gelände der Olympischen Spiele, das Olympische Dorf in München. In der Connollystraße befand sich das Quartier der israelischen Olympiamannschaft. Die mit Kalaschnikows bewaffneten Terroristen drangen hier mühelos ein und überwältigten die Sportler. Verschäfte Sicherheitsbedingungen hatte es nicht gegeben.

Man nahm elf Geiseln; David Mark Berger, Zeev Friedmann, Yossef Gutfreund, Eliezer Halfin, Josef Romano,  André Spitzer, Amitzur Schapira, Kehat Schorr, Mark Slavin, Yakov Springer und Mosche Weinberg, alles Sportler und Trainer. Einige der Sportler konnten entkommen. Die Terroristen forderten die Freilassung von 232 Palästinensern, außerdem die Freilassung des japanischen Terroristen Kōzō Okamoto und der deutschen Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof.

Die Terroristen stellten ein Ultimatum und die Olympischen Spiele wurden unterbrochen. Die Geiselnehmer zeigten sich immer wieder auf dem Balkon um ihre Forderungen deutlich zu machen. Es sollte ein Flugzeug bereit gestellt werden um mit den Geiseln nach Kairo zu gelangen. Am Abend wurde ein Bus vorgefahren, mit dem die Terroristen mit ihren Geiseln zu zwei wartenden Helikoptern gebracht wurden. Die beiden Hubschrauber brachten die Terroristen und ihre Geiseln zum Flugplatz Fürstenfeldbruck, auf dem eine nicht voll getankte Boing 727 wartete.

Die Polizei hatte geplant hier anzugreifen und die Geiselnehmer zu überwältigen. Es kam zu einem Feuergefecht, bis angeforderte Panzerfahrzeuge eintrafen. Den Entführern wurde nun ihre Aussichtslosigkeit bewusst. Einer der Terroristen wirft eine Handgranate in den Hubschrauber, in dem sich noch immer die Geiseln befanden. Ein weiterer Terrorist feuert in den zweiten Helikopter. Alle elf Geiseln sterben, außerdem der Polizeibeamte Anton Fliegerbauer. Fünf der Terroristen starben, die anderen konnten überwältigt werden. Für die Polizei eine missglückte Befreiungsaktion, diese man nun der Presse mitteilte.

Drei der überlebenden Attentäter sollten in Deutschland vor Gericht gestellt werden. Zu einer Verurteilung ist es nie gekommen, da ein Flugzeug entführt und somit ihre Freilassung erpresst wurde. Zwei der Terroristen wurden einige Jahre später vom israelischen Geheimdienst Mossad getötet.