True Story

Mockingbird Don’t Sing – amerikanisches Drama aus dem Jahr 2001.

Mockingbird

  • Noch nicht auf DVD/Blu-ray erschienen!

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und zeigt die Geschichte eines 1957 geborenen Kindes, bekannt unter dem Pseudonym Genie, das Opfer von jahrelangen schweren Missbrauch, Vernachlässigung und Isolation wurde. Man spricht hier von einem der schlimmsten Fälle von Kindesmissbrauch.

Das Mädchen war etwa 20 Monate alt, als ihr Vater damit begann sie zu isolieren und in einen dunklen verschlossenen Raum steckte. Niemand durfte zu ihr, sie erfuhr weder Liebe, Zuneigung und Nähe und litt zudem an Unterernährung. Erst im November 1970, als sie fast 14 Jahre alt war, wurde man auf diesen Missbrauch aufmerksam. Das Mädchen kam in ein Krankenhaus in Los Angeles. Ein Team von Ärzten und Psychologen kümmerte sich monatelang um das verstörte Mädchen. Sie war nicht einmal in der Lage zu sprechen.

1971 verließ Genie das Krankenhaus und kam in die Familie eines Wissenschaftlers. Mit 18 Jahren kehrte sie zu ihrer Mutter zurück, die jedoch nicht in der Lage war sich ausreichend um sie zu kümmern. Die Behörden brachten das Mädchen in ein Behindertenheim. Dadurch war auch der Kontakt von jenen die sie betreut und begleitetet hatten abgebrochen. Auch im Heim soll es zu extremen körperlichen und emotionalen Misshandlungen gekommen sein. Die körperliche und geistige Verfassung des Mädchens verschlechterte sich zunehmends, außerdem ihre neu erworbenen Sprach- und Verhaltensfähigkeiten. Genie wurde jedoch auch Gegenstand jeglicher Forschung. 1978 verbot ihre Mutter sämtliche wissenschaftlichen Beobachtungen und Tests.

Als Kind litt das Mädchen an einer Hüftluxation, einem ausgekugelten Hüftgelenk, wodurch sie eine spezielle Schiene, Frejka-Schiene, tragen musste. Dies führte dazu das sie sehr spät mit dem Laufen begann. Forscher glauben, dass dies dazu führte, ihren Vater dazu veranlasste zu spekulieren, das sie geistig zurückgeblieben wäre und seine Tochter somit isolierte. Mit 14 Monaten kam es zu einer Lungenentzündung und das Mädchen wurde erstmals einem Arzt vorgestellt. Es gibt zwar nur wenig Informationen, aber man geht davon aus, das sie in den ersten Monaten eine ganz normale Entwicklung aufwies.

Das Mädchen wurde im Alter von 20 Monaten völlig isoliert, auch die Mutter und ihr Bruder durften ihr keinerlei Aufmerksamkeit schenken. Ihr Vater glaubte tatsächlich sie sei geistig zurückgeblieben und versuchte dies zu verbergen. Sie wurde an einem Stuhl gefesselt und trug Windeln. Auch nachts wurde sie an ihr Bett gefesselt, konnte weder Arme noch Beine bewegen. Bei einem kleinstem Geräusch oder Laut den sie von sich gab, wurde sie mit einem Brett geschlagen. Ihr Vater machte dem Mädchen Angst, fletschte die Zähne, knurrte wie ein wilder Hund und kratzte sie. So lernte sie, fast nie einen Laut von sich zu geben.

Forscher gehen zudem davon aus, dass sie von ihrem Vater oder Bruder auch sexuell missbraucht wurde. Dafür gibt es zwar keinerlei Beweise, doch ihr Verhalten deutete darauf hin. Das Mädchen wurde von ihrem Vater gefüttert, keine feste Nahrung, meist Babybrei. Konnte sie nicht schnell genug schlucken, wurde ihr alles in den Mund gestopft oder auf dem Gesicht verteilt. In der Nachbarschaft wusste niemand etwas von diesem Mädchen.

Sie war allein in einem dunklen und abgeschlossenen Raum. Ihre Mutter litt an einer Sehschwäche und wurde von ihrem Ehemann geschlagen. Er drohte ihr sie zu töten, wenn sie auch nur Kontakt zu jemanden suchen würde. Seinen Sohn zwang er ebenfalls zum Schweigen. Die Mutter war 20 Jahre jünger als ihr Ehemann. Durch einen Unfall hatte sie eine Kopfverletzung erlitten, diese zu einer Sehschwäche führte. Dies machte sie von ihrem Ehemann abhängig. Er mochte keine Kinder und wollte auch keine eigenen. Das Paar bekam dennoch vier Kinder. Als die erste Tochter geboren wurde, fühlte er sich durch das Schreien gestört, legte es in die Garage, woraufhin das Kind an einer Lungenentzündung starb. Das zweite Kind, ein Junge, starb an einer Erkrankung, einer Gesundheitsstörung eines Neugeborenen.

Im Oktober 1970 kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung und der Mutter war es gelungen ihre Eltern zu kontaktieren. Somit konnte das Mädchen aus ihren Fängen befreit werden. Sie konnte weder aufrecht gehen, noch ihre Gliedmaßen strecken. Auch Sprechen konnte sie nicht, nur ein paar Laute von sich geben, wie „Hör auf!“ Das Mädchen war total blass und unterernährt. Sie war 1,37 Meter groß und wog gerademal 27 Kilogramm. Sie war sehr scheu und ließ niemanden an sich ran. Nach und nach entwickelte sich eine gewisse Kontaktfreudigkeit. Über ihren derzeitigen Aufenthaltsort ist nichts bekannt, möglich das sie noch immer in der Obhut der Behörden ist.