True Story

Das große Rennen rund um die Welt (The Great Race) – amerikanische Komödie aus dem Jahr 1965.

Das große Rennen um die Welt

Inspiration fand die Komödie durch ein Rennen im Jahr 1908, bekannt als The Greatest Race – 1908 from New York to Paris oder auch The 1908 New York to Paris Race. Dies war ein Wettbewerb um mit den Automobilen von New York nach Paris zu fahren.

Bereits 1907 kam es zu einem Rennen von Peking nach Paris, einer Strecke von 14.994 Kilometern. Die Idee für dieses Rennen kam durch einen Zeitungsartikel in der französischen Tageszeitung Le Matin. Dies war Anlass genug, um 1908 einen weiteren Wettbewerb zu starten, diesmal noch entschlossener und mutiger, um auch die neuen Automobile zu testen.

Am 12. Februar 1908 fiel der Startschuss, sechs Autos aus vier Nationen brachen vom Times Square, New York, in Richtung Paris auf. Deutschland startete mit einem Protos Cabrio, Italien mit einem Züst, Frankreich mit den drei Automobilen De Dion-Bouton, Motobloc und einem Sizaire-Naudin, sowie die Vereinigten Staaten mit einem Thomas Flyer. Vor ihnen lagen nur wenige asphaltierte Straßen und in einigen Teilen der Welt gab es überhaupt keine Straßen.

Die Amerikaner führten als man in San Francisco angekommen war. Hier wurden die Fahrzeuge auf ein Schiff verladen und nach Valdez, Alaska, gebracht. Da hier unmögliche Bedingungen herrschten, entschloss man sich die Fahrzeuge über den Pazifik nach Japan zu verschiffen. Von hier aus ging es weiter nach Wladiwostok, Sibirien. Nur drei der Teilnehmer hatten es bis hierhin geschafft, der Protos, Züst und Thomas Flyer. Die Landschaften Sibiriens und der Mandschurei waren ein endloser Sumpf und das Tauwetter erschwerte ein Weiterkommen.

Als sich die Teilnehmer Europa näherten, verbesserten sich auch die Straßen. Die Amerikaner mit ihrem Thomas Flyer trafen am 30. Juli 1908 in Paris ein. Hinter ihnen lag eine Strecke von 16.700 Kilometern. Die Deutschen mit ihrem Fahrer Hans Koeppen (1876-1948), einem Leutnant der preußischen Armee, kamen als erste in Paris an, vier Tage vor den Amerikanern. Hans Koeppen wurde jedoch bestraft, da er einen Teil dieser Strecke mit einem Triebwagen zurückgelegt hatte. Dadurch hatten die Amerikaner gesiegt, mit ihrem Fahrer George Schuster (1873-1972). Die Italiener mit ihrem Züst erreichten Paris im September 1908.

Hans Koeppen veröffentlichte 1909 sein Buch „Im Auto um die Welt“, das ihn berühmt und zu einem Volkshelden machte. Das Rennen fand weltweites Interesse, täglich wurden in Zeitungen, wie New York Times und Le Matin berichtet. Dieses Rennen trug auch dazu bei, die Straßen in vielen Teilen der Welt zu verbessern.

 

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