True Story

Der wunderbare Flimmerkasten (The Magic Box) – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1951.

Der wunderbare Flimmerkasten

 

Gezeigt wird die Lebensgeschichte des Erfinders und Fotografen William Friese-Greene (1855-1921).

William Edward Greene wurde am 7. September 1855 in Bristol, England, geboren. Er besuchte die Elizabeth’s Hospital School und begann 1871 seine Lehre bei dem Fotografen Marcus Guttenberg. 1874 heiratet er die Schweizerin Helena Friese und hatte beschlossen, ihren Mädchennamen seinem Namen zuzufügen. In der damaligen Zeit ein bemerkenswerter Schritt.

William Friese-Greene ließ eine Maschine bauen, mit der er Papierstreifen perforierte. Mit Hilfe des Ingenieurs Mortimer Evans entwarf er eine Kamera für Reihenaufnahmen. 1877 gründet er sein eigenes Fotofachgeschäft und erweiterte dies 1881 in Bath, Bristol und Plymouth. Im Jahr 1889 meldet William Friese-Greene ein Patent für eine Kamera an. Er experimentierte mit einem System im Bereich des Farbfilms. Mit seiner chronofotografischen Kamera war er in der Lage 10 Bilder pro Sekunde auf Papierfilm, später auf Rollfilm aufzunehmen.

1911 reichten George Albert Smith (1864-1959) und Charles Urban (1867-1942) eine Klage gegen ihn ein, die behaupteten, sein Biocolour-Verfahren würde gegen das Patent Kinemacolor von George Albert Smith verstoßen. Kinemacolor war das erste erfolgreiche Farbfilmverfahren das 1906 von George Albert Smith erfunden und von 1908 bis 1914 kommerziell eingesetzt wurde.

William Friese-Greene war Optimist und Erfinder der für Verwirrung sorgte, da er mit Geräten für bewegte Bilder experimentierte, dessen praktische Ergebnisse nicht den Behauptungen entsprachen. Durch seine Leidenschaft kam es auch zu finanziellen Schwierigkeiten. Mit seinem Sohn Claude Friese-Greene (1898-1943) hatte er sein System weiterentwickelt und man drehte damit die Dokumentarfilme „The Open Road“, einem Porträt der 1920er Jahre Großbritanniens in Farbe.

Der Erfinder William Friese-Greene verstarb am 5. Mai 1921. Sein Name wurde fast vergessen, erst später würdigte man seine Leistungen, seinem Einfluss auf die technische Entwicklung des Kinos.