True Story

Die Bubi Scholz Story – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 1998.

Die Bubi Scholz Story

Der Film beruht auf der Lebensgeschichte des deutschen Boxers Bubi Scholz (1930-2000), einem mehrfachen deutschen Meister und Europameister. Während seiner 96 Kämpfe errang er 88 Siege, davon 46 durch K.o.. Es kam zu zwei Niederlagen und sechs Unentschieden.

Gustav Wilhelm Hermann „Bubi“ Scholz wurde am 12. April 1930 in Berlin geboren. Nach dem Beginn einer Mechanikerlehre und einer Ausbildung zum Koch fand er zum Boxen und besuchte ab 1947 eine Berliner Boxschule. Bereits ein Jahr darauf, ohne je als Amateur geboxt zu haben, gewann er seinen ersten Kampf. Der Berufsboxer verlor seinen ersten Kampf erst im März 1958. Dies war bereits sein 70. Profikampf. 1958 wurde Bubi Scholz im Berliner Olympiastadion Europameister. Bei einem Titel um die Weltmeisterschaft ist er gescheitert.

Bubi Scholz verfügte als Rechtsausleger über ein außergewöhnliches Reaktionsvermögen, einem wuchtigen linken Haken und die Fähigkeit, seinen Gegner mit einem Knockout auszuschalten. Das machte ihn zu Berlins größtem Boxidol. Nach dem Zweiten Weltkrieg, aus den Trümmern Berlins, hat er sich seine Existenz aufgebaut. 1951 wurde Bubi Scholz Deutscher Meister im Weltergewicht und 1957 im Mittelgewicht.

Außerhalb des Rings hatte Bubi Scholz nicht immer Glück. Nach einem Blutsturz als Folge einer offenen Tuberkulose kämpfte er in einer Klinik im Schwarzwald erstmals mit gesundheitlichen Problemen. Es kam zu kleineren Schlaganfällen, Augenoperationen und psychiatrischen Behandlungen. Hinzu kam ein übermäßiger Alkoholkonsum.

1985 verurteilte man Bubi Scholz zu drei Jahren Haft, da er mit einem Jagdgewehr und im Vollrausch seine erste Ehefrau Helga tödlich verletzt hatte. Mit seiner Waffe schoss er durch die Tür des Badezimmers. 1987 wurde er aus der Haft entlassen und litt seither an Depressionen. Danach wurde es ruhig um ihn und er lebte sehr zurückgezogen. Er litt an Demenz und war zeitweise im Pflegeheim untergebracht. 1989 hatte er versucht sich das Leben zu nehmen.

1993 heiratet er die 15 Jahre jüngere Reiseleiterin Sabine Arndt. Es folgten mehrere Schlaganfälle. Bubi Scholz verstarb am 21. August 2000 im Alter von 70 Jahren in einem Pflegeheim. Er wirkte auch als Schauspieler in einigen Filmen mit, wie; Der Meisterboxer (1960), Marina (1960), Schlagerparade (1961), Glückspilze (1971), Chicago 6×6 (1989) und in dem 1993 erschienenen Dokumentarfilm Mord aus Liebe.

 

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