True Story

Kolberg – deutsches Historiendrama aus dem Jahr 1945.

Kolberg

 

Das deutsche Historiendrama Kolberg des Regisseurs Veit Harlan ist ein Vorbehaltsfilm, der nur mit Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung  öffentlich gezeigt werden darf. Zudem gilt Kolberg als Propagandafilm, im Auftrag von Joseph Goebbels, der den Durchhaltewillen der Deutschen in der Endphase des Zweiten Weltkriegs stärken sollte. Der Film kam jedoch zu spät um die gewünschte Wirkung zu entfalten. Deutschland war fast besiegt und lag in Trümmern.

Angelehnt ist das Historiendrama an die Belagerung Kolbergs 1807, einer erfolgreichen Verteidigung der preußischen Festung Kolberg in Pommern gegen die französischen Truppen Napoleons während des Vierten Koalitionskriegs. Die Festung Kolberg hielt bis zum Friedensschluss und wurde von dem Kommandanten August Neidhardt von Gneisenau (1760-1831), dem Freikorpsführer Ferdinand von Schill (1776-1809), sowie dem Bürgerrepräsentanten Joachim Christian Nettelbeck (1738-1824) und einer Bürgerwehr verteidigt.

Vom 7. Juli 1807 bis zum 9. Juli 1807 wurde ein Friedensvertrag zwischen Preußen zusammen mit dem Russischen Kaiserreich und dem Französischen Kaiserreich geschlossen – Frieden von Tilsit. Im Jahr 1806 war es zum Zusammenbruch der preußischen Armee gekommen und man kapitulierte vor den Franzosen unter Napoleon. Französische Truppen waren in Berlin einmarschiert.

Kolberg hingegen blieb in preußischer Hand und wurde vom 14. März 1807 bis zum 2. Juli 1807 erfolgreich verteidigt, was zu einem Abzug der Franzosen führte. Napoleon hatte eine Kapitulation gefordert, doch die Bürger wehrten sich dagegen und verteidigten ihre Festung. Der Bürgeradjutant Joachim Nettelbeck war zudem Seemann und veröffentlichte seine Autobiografie, was ihn zum Volkshelden werden ließ. Er schrieb Tagebücher während der Belagerung durch die Franzosen. Kolberg heißt heute  Kołobrzeg und ist eine Hafenstadt an der Ostsee in Polen.

 

 

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