True Story

Und morgen werd‘ ich weinen (I’ll Cry Tomorrow) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1955.

Und morgen werd ich weinen

  • Noch nicht auf DVD/Blu-ray erschienen!

Der Film basiert auf der Autobiografie „I’ll Cry Tomorrow“ der Schauspielerin und Sängerin Lillian Roth (1910-1980), einem Star am Broadway, die nach dem Tod ihres Verlobten mit Alkoholproblemen zu kämpfen hat.

Lillian Roth wurde am 13. Dezember 1910 in Boston, Massachusetts, geboren. Bereits im Alter von sechs Jahren wurde sie von ihrer Mutter der Filmvertriebsfirma Educational Pictures vorgestellt, wo sie zum Markenzeichen des Unternehmens wurde, als Modell einer Laterne tragenden Statue. In ihrer Autobiografie beschreibt sie, wie sie von einem Mann belästigt wurde, der diese Statue anfertigte. Ihre Eltern Katie und Artur Rutstein wollten das sie ihre Laufbahn bereits im Kindesalter beginnt.

Im folgenden Jahr gab sie ihr Broadway-Debüt in „The Inner Man“. 1918 folgte ihr Filmdebüt als Statistin in „Pershing’s Crusaders“. Zusammen mit ihrer Schwester Ann tourte sie unter dem Namen „Lillian Roth and Co“ durch die Vereinigten Staaten. Einer ihrer aufregendsten Momente war, als sie auf den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson traf. 1927 folgten Auftritte in Revue-Shows wie, „The Earl Carroll Varities“ und „Midnight Frolics“, einer Produktion von Florenz Ziegfeld.

Später unterzeichnete sie einen Vertrag über sieben Jahre bei Paramount Pictures. Von 1918 bis 1979 wirkte sie neben den Kurzfilmen in insgesamt 14 Filmen mit. Sie trat auch als Sängerin auf und leitete das Palace Theatre in New York City. In dieser Zeit wurde ihr persönliches Leben zunehmend von ihrem Alkoholkonsum überschattet. Ihr Verlobter David Lyons war an Tuberkulose verstorben. 1954 wurde ihre Autobiografie „I’ll Cry Tomorrow“ veröffentlicht. In ihrem Buch schreibt sie über ihre Alkoholsucht, um damit auf die Alkoholsucht als Krankheit aufmerksam zu machen.

Die Alkoholprobleme wirkten sich negativ auf ihre Karriere aus. Zeitweise bot man ihr nur Nebenrollen. Ihr öffentlicher Umgang mit dieser Sucht wurde jedoch von vielen sehr geschätzt. Lillian Roth war sechsmal verheiratet, ihre Ehen waren nur von kurzer Dauer. 1947 heiratet sie ihren letzten Ehemann Thomas Burt McGuire, den sie bei einem Treffen der Anonymen Alkoholiker kennengelernt hatte. Diese Ehe wurde 1963 geschieden. Ihren letzten Erfolg feierte sie 1971 am Broadway in dem Stück „70, Girls, 70“. Lillian Roth verstarb am 12. Mai 1980 im Alter von 69 Jahren an einem Schlaganfall.