True Story

Rehe – deutscher Kriminalfilm aus dem Jahr 1964.

Stahlnetz

 

Auch hier gab es ein wahres Verbrechen, an dem sich der Kriminalfilm orientiert. Ein Kriminalfall im Jahr 1958 in Stuttgart-Degerloch. Dies war die erste Kindesentführung in der Bundesrepublik Deutschland.

Am 15. April 1958 wurde der siebenjährige Joachim Göhner durch den Gärtner Emil Tillmann entführt und in einem nahe gelegenen Waldstück ermordet. Der Junge war gegen 12.00 Uhr zum Spielen gegangen und er sollte um 12.45 Uhr pünktlich zum Mittagessen zurück sein. Emil Tillmann benötigte Geld und wollte sich dies durch eine Lösegeldforderung beschaffen. Vom Vater des Jungen verlangte er am Telefon 15.000 Mark.

Die Eltern des Jungen informierten die Polizei. Erste Ermittlungen wurden eingeleitet und eine Woche darauf fand man die Leiche des Siebenjährigen. Die Polizei fahndete fieberhaft nach dem Täter. Ein Anruf wurde aufgezeichnet und eine Tonbandaufnahme  im Rundfunk gesendet. Über die Stimme wollte man den Mörder überführen. Mehrere Personen hatten sich tatsächlich bei der Polizei gemeldet, die glaubten die Stimme des Täters erkannt zu haben.

Die Kriminalbeamten gingen hier ganz neue und ungewöhnliche Wege. Erstmals wurde eine Täterstimme im Rundfunk öffentlich ausgestrahlt. Emil Tillmann konnte somit am 6. Mai 1958 verhaftet werden. Nach mehreren Vernehmungen legte er am 12. Mai ein Geständnis ab. Nur wenige Tage darauf beging Emil Tillmann Selbstmord, während der Untersuchungshaft hat er sich erhängt.