True Story

Die Affäre Borgward – deutsches Doku-Drama aus dem Jahr 2018.

Die Affäre Borgward

 

  • Noch nicht auf DVD/Blu-ray erschienen.

Gezeigt werden der Aufstieg und Fall des Unternehmers und Ingenieurs Carl Friedrich Wilhelm Borgward (1890-1963) und seinem Automobilkonzern. Thematisiert werden die Umstände des Untergangs dieses Unternehmens in Bremen, in dem Personen- und Lastkraftwagen hergestellt wurden. Der Automobilkonzern war größter Arbeitgeber Bremens. Das Unternehmen wurde 1938 gegründet, zu diesem die Marken Borgward, Hansa, Goliath und Lloyd gehörten. 1961 ging der Automobilkonzern in die Insolvenz.

1938 nahm die damals modernste Automobilfabrik ihre Produktion auf. Etwa 12.000 Mitarbeiter waren hier beschäftigt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Kriegswaren produziert, darunter Lastwagen und Torpedos. Borgward war Mitglied der NSDAP und Reichswirtschaftsführer. Nach Kriegsende, im Jahr 1948, stellte der Unternehmer wieder tausende Arbeiter ein und präsentiert zwei Jahre später ein neuartiges Auto, genannt Leukoplastbomber, aus Holz und Kunstleder, den Lloyd 300. Danach folgten weitere erfolgreiche Automobile.

Ende der 1950er Jahre stagniert der Absatz und es kommt zu einer Krise. Dem Alleininhaber Borgward mangelte es an Interesse für finanzielle Angelegenheiten. Er unternahm nur sehr wenig für das Konkurrenzdenken. Es waren enorme Kosten entstanden, für seine prestigeträchtigen und aufwändigen Produkte, darunter die Entwicklung von Hubschrauberprototypen, dem Borgward Kolibri und seinem PKW Borgward P100.

Kalkulationen für einen Kleinwagen erwiesen sich als fehlerhaft. Die Entwicklung des PKW Lloyd Arabella und die Errichtung neuer Produktionsanlagen hatten Millionen verschlungen. Zusätzlich kam es zu einem generellem Rückgang der Exporte. Dies führte 1961 zur Insolvenz. Auch ein Kredit und die Konkurrenz konnten das Unternehmen nicht retten. 23.000 Mitarbeiter wurden arbeitslos.

Carl Friedrich Wilhelm Borgward wurde am 10. November 1890 in Altona geboren. Schon als Kind bastelt er Autos aus Karton und absolviert eine Schlosser- und Maschinenbaulehre. Die Familie lebte in einfachen Verhältnissen. In den 1920er Jahren baut er ein dreirädriges Fahrzeug, den Blitzkarren, für Gärtner und Bauern. 1929 kauft Borgward die angeschlagenen Hansa-Lloyd-Motorenwerke. So entstand 1938 sein Automobilkonzern. Carl Friedrich Wilhelm Borgward starb am 28. Juli 1963 im Alter von 73 Jahren.