True Story

John Christie, der Frauenwürger von London (10 Rillington Place) – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1971.

John Chistie

 

Der Film beruht auf dem Fall des britischen Serienmörders John Christie (1899-1953) und dem zu Unrecht verurteilten und hingerichteten Timothy Evans (1924-1950).

John Christie tötete in den 1940er und frühen 1950er Jahren mindestens acht Menschen. Unter den Opfern befand sich auch seine Ehefrau Ethel, die er in der gemeinsamen Wohnung in der Rillington Place 10, Notting Hill, London, erwürgte. John Christie zog im März 1953 aus dieser Wohnung aus. Bald darauf entdeckte man in einer kleinen Kammer der Küche drei seiner Opfer. Den Leichnam seiner Frau fand man unter den Dielen eines Zimmers. Zwei weitere Leichen fand im Garten. Der Serienmörder John Christie wurde verhaftet. Für den Mord an seiner Ehefrau wurde er zum Tode verurteilt und am 15. Juli 1953 gehängt.

Unter den Opfern befanden sich auch Beryl Evans und deren kleine Tochter Geraldine die gemeinsam mit Ehemann und Vater Timothy Evans in der Rillington Place Nr.10 in den Jahren 1948/49 wohnten. Für diese beiden Morde wurde Timothy Evans angeklagt, für schuldig befunden und am 9. März 1950 gehängt. Während des Prozesses sagte er das er unschuldig sei und John Christie der Mörder ist. Erst drei Jahre später kam die Wahrheit ans Licht und John Christie konnte als Mörder identifiziert werden.

Timothy Evans wurde Opfer eines Justizskandals. Der Fall sorgte für großes Aufsehen und wurde letztlich als Fehlurteil anerkannt. Am 30. November 1949 hatte Timothy Evans die Polizei informiert, das seine Frau gestorben sei. Sie war erneut schwanger und wollte das Kind abtreiben. Er hatte ihr ein Abtreibungsmittel besorgt. Daraufhin sei sie verstorben und er habe die Leiche in einem Kanal versteckt. Die Polizei konnte den Leichnam jedoch nicht finden.

Sein Geständnis widerrief er später, denn John Christie sei der wahre Mörder. Seine ständigen widerrufenden Aussagen brachten immer mehr Unglaubwürdigkeit. Man befand ihn für schuldig. John Christie trat als Hauptzeuge während des Prozesses auf.

John Reginald Halliday Christie wurde am 8. April 1899 in Northowram in der Nähe von Halifax geboren. Schon als Kind beschrieb man ihn als einen sonderbaren Jungen. Er galt als unbeliebt und zu seinem Vater hatte er eine schwierige Bindung. Sein Vater galt als strenger und verschlossener Mann. John Christie war das sechste von insgesamt sieben Kindern.

Sein Lieblingsfach war die Mathematik und er soll einen IQ von 128 besessen haben. Sein Leben lang hatte er Probleme mit seiner Impotenz. Sexuelle Misserfolge brandmarkten ihn. Sex konnte er nur mit Prostituierten ausleben. 1920 heiratet er Ethel Simpson und besucht weiterhin Prostituierte. Bereits vor den Morden hatte John Christie einige Straftaten begangen. Das Paar trennte sich und er zog nach London.

Als er wieder einmal inhaftiert und 1933 aus dem Gefängnis entlassen wurde, kam das Paar wieder zusammen und zog in die Rillington Place, einem damals sehr heruntergekommenen Viertel. Nun begann auch seine Mordserie, seine Opfer erwürgte er und bei einigen hatte er sich sexuell vergangen. Sein erstes Opfer, Ruth Fuerst, tötete er am 24. August 1943. Weitere Opfer waren; Muriel Eady, Beryl Evans, Geraldine Evans, 1952 tötete er seine Frau Ethel, Rita Nelson, Kathleen Maloney und 1953 ermordet er Hectorina MacLennan.