True Story

The Death of Stalin – britisch-französisches Drama, Komödie aus dem Jahr 2017.

The Death of Stalin

 

Der Film schildert, mit jeder Menge schwarzem Humor, die Ereignisse um den Tod von Josef Stalin im Jahr 1953, dem darauffolgenden Machtkampf und den Intrigen. Als Vorlage für den Film diente zudem das französische Comic „La Mort de Staline“. Der Film sei jedoch auch mit historischen Ungenauigkeiten gespickt und weist einige historische Fehler auf. In Russland ist dieser Film verboten.

Josef Stalin war von 1927 bis 1953 uneingeschränkter Alleinherrscher in der Sowjetunion, ein kommunistischer Politiker und Diktator, der für den Tod vieler Menschen verantwortlich ist – Holodomor – Bittere Ernte . Stalin war das Haupt der kommunistischen Partei. Er verstarb am 5. März 1953 an den Folgen eines Schlaganfalls, im Alter von 74 Jahren. Eine Nachfolge war bislang nicht geregelt.

Nach dem Tod von Stalin kam es zu einer Reihe von politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reformen, der sogenannten Entstalinisierung. Die bisher staatlich ausgeübte Gewalt wurde eingeschränkt und die Konsumwirtschaft gefördert. So wurden 1,2 Millionen Menschen aus den Straflagern entlassen. Es kam zu Lockerungen im Strafvollzug und Misshandlungen während der Untersuchungshaft verboten. Auch in anderen Ostblockländern fand eine Entstalinisierung statt. Lawrenti Beria (1899-1953), Chef der Geheimdienste, wurde entmachtet und zum Tode verurteilt. Er wurde am 23. Dezember 1953 erschossen. Nach der Exekution wurde die Leiche eingeäschert.

Nikita Sergejewitsch Chruschtschow (1894-1971) hielt eine geheime Rede „über den Personenkult und seine Folgen“, diese die Entstalinisierung einleitete. Er wurde 1958 zum Ministerpräsidenten ernannt. Chruschtschow war von 1953 bis 1964 Parteichef der KPdSU und initiierte zahlreiche Reformen. Innerhalb der KPdSU kam es zu einem Machtkampf zwischen Chruschtschow und den Anhängern Stalins, Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow (1890-1986) und Georgi Maximilianowitsch Malenkow (1902-1988).

Chruschtschow wurde am 14. Oktober 1964 abgesetzt. Als Nachfolger trat Leonid Iljitsch Breschnew (1906-1982) in die Position des Ersten Sekretärs des ZKs der KPdSU. Er war von 1964 bis 1982 Generalsekretär der KPdSU, dieser vorsichtig eine Rehabilitierung Stalins versuchte, dem Neostalinismus. Unter dem späteren Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU Michail Segejewitsch Gorbatschow kam es zu einer grundsätzlichen Kritik an Stalin.

Laut einer Umfrage haben im Jahr 2017 etwa 40 Prozent der Russen Stalin absolut positiv gesehen. Fast die Hälfte der Jugendlichen hatte noch nie etwas von seinen Verbrechen, den politischen Repressionen in den 1930er und 1940er Jahren, gehört.