True Story

The Donner Party – amerikanisches Drama aus dem Jahr 2009.

The Donner Party

  • Noch nicht auf DVD/Blu-ray erschienen!

Der Film basiert auf der sogenannten Donner Party, einer Gruppe von 89 Siedlern, die im Jahr 1846 auf dem Weg in den Westen der USA waren, bei dem es zum Kannibalismus gekommen war.

Die Gruppe wurde von den Brüdern Jacob und George Donner geführt. Man war von Springfield, Illinois, unterwegs nach Kalifornien. Man fand einen Weg der kürzer aber auch unbekannt war. Dabei stießen sie auf unwegsames Gelände und wurden von starken Schneefall gehindert weiter zu ziehen, somit waren sie in den Sierra Nevada Mountains gefangen. Hier kam es zum Kannibalismus um den Winter zu überleben. Im folgenden Jahr hatte nur die Hälfte der ursprünglichen Gruppe Kalifornien erreicht. Die Geschichte sprach sich schnell rum, wodurch der Name Donner Party entstanden ist. Dies wurde zum Synonym für eine der vielen Tabus der Menschheit.
Dies hätte alles nicht soweit kommen müssen, wäre man der alten und bekannten Route treu geblieben.

Die Auswanderer folgten zunächst der oft genutzten Route, dem California Trail, bis sie sich entschieden den ihnen bekannten Weg zu verlassen. Man glaubte dem skrupellosen Wanderführer Lansford Hastings, der versprach den Weg für die Gruppe zu markieren. Lansfors Hastings war Rechtsanwalt, Schriftsteller und Abenteurer. Er hatte die Abkürzung vorgeschlagen die den Namen Hastings Cutoff trägt. Eine alternative Route bei der es jedoch zu dieser Katastrophe gekommen war. Die vorgeschlagene Route hatte die Reise der Siedler bereits um drei Wochen verlängert. Es kam immer wieder zu Verzögerungen und Zwischenfällen.
James Reed tötete bei einem Streit einen Mann aus Notwehr und wurde von der Gruppe ausgeschlossen. Ein älterer Siedler namens Hardcoop wurde erschöpft zurückgelassen. Keiner war bereit ihm zu helfen.

Als ihnen ein Schneesturm zum Verhängnis wurde, teilte sich die Gruppe. Der größte Teil lagerte an einem See. Dem See gab man später den Namen Donner Lake. Die kleinere Gruppe die von den Brüdern Donner geführt wurde schlug ihr Lager an einer anderen Stelle auf. Hungrige Mäuler mussten gestopft werden, so schlachteten sie die Ochsen die ihre Wagen gezogen hatten. Dennoch war es nicht genügend Fleisch für so viele Menschen. 18 Siedler brachen auf um das 160 Kilometer entfernte Sutter’s Fort zu erreichen um Hilfe zu holen. Auch dies scheiterte, drei Männer kehrten um, einer musste erschöpft zurückgelassen werden. In der Gruppe starben vier weitere Menschen, die nun von den Überlebenden gegessen worden waren. Als noch mehr den Tod fanden und zwei Indianer erschossen wurden, dienten auch diese als Nahrung.

Mittlerweile waren mehrere Suchmannschaften unterwegs, eine von ihnen wurde von John Reed geführt, den man aus der Gruppe verwiesen hatte. In beiden Lagern hatte man die Toten gegessen. Die Überlebenden brachte man zusammen in ein Lager. Als hier zwei weitere Menschen starben wurden auch diese gegessen. Nun gelang es den Rettern die Menschen in Sicherheit zu bringen. Von den einst 89 Auswanderern haben etwa 45 überlebt. Nur durch Kannibalismus konnten sie dem Hungertod entgehen.
Später beschäftigten sich Wissenschaftler und Archäologen mit diesem Fall. Tatsächlich wurden dort Knochen gefunden, die Merkmale einer Schlachtung aufwiesen, wie Kerben von Werkzeugen, oder die Knochen waren vom Rühren im Kochtopf blank gescheuert. Man wollte die Überlebensstrategie der Siedler rekonstruieren, die vier Monate in der Falle saßen. Erst in den letzten vier Wochen sei es dort zum Kannibalismus gekommen.