True Story

Gypsy – Königin der Nacht – amerikanisches Drama, Musical, Komödie aus dem Jahr 1962.

gypsy

Als Vorlage für den Film diente die Autobiografie „Gypsy: A Memoir“ von Gypsy Rose Lee und das Bühnenstück „Gypsy: A Musical Fable“ aus dem Jahr 1959.

Gezeigt wird die Geschichte von Gypsy Rose Lee (1911-1970), einer Burlesque-Tänzerin und Entertainerin, die durch ihre Striptease-Darbietungen bekannt und berühmt wurde. Gypsy Rose Lee wurde am 8. Januar 1911 in Seattle, Washington, als Rose Louise Hovick geboren. Ihre Schwester, die Schauspielerin June Havoc (1912-2010), kam ein Jahr später zur Welt. Die Mutter der beiden Mädchen, Rose Thompson Hovick, hatte für ihre Töchter die Geburtsurkunden gefälscht, um sie älter zu machen und um somit Konflikte mit dem Gesetz zu vermeiden. Sie machte die Mädchen allerdings auch jünger, damit diese vergünstigt oder gar kostenlos reisen konnten.

Die Schwestern wussten später selbst nicht, wann genau sie geboren wurden. Louise und June gingen für zwei Jahre nach Hollywood. Hier wurden June einige Rollen in Kurzfilmen angeboten, dabei angetrieben von ihrer ehrgeizigen Mutter. Während June und ihre Mutter unterwegs waren, blieb Louise zurück. Sie genoss eine Grundschulausbildung, während June das Lesen bei ihren Bühnenauftritten lernte. Im Dezember 1928 machte sich June mit dem Tänzer Bobby Reed auf und davon, was ihrer Mutter gar nicht gefiel. Die Gesangs- und Tanztalente von Louise allein reichten nicht, um ohne ihre Schwester auftreten zu können.

So fand Rose Louise Hovick zum Burlesque, was ihr den Ruf einer eleganten und witzigen Striptease-Tänzerin verschaffte. Ihre Darbietungen waren gespickt mit einer Prise Humor, was sie ebenso berühmt machte. Vier Jahre lang trat sie bei Minskys Burlesque auf, wo sie zu einem Star wurde. Während der Shows der vier Minsky-Brüder kam es zu Razzien und Gypsy Lee Rose, wie sie sich nun nannte, wurde festgenommen.

1937 heiratet sie Arnold „Bob“ Mizzy. Sie ließ sich 1941 scheiden. Ein Jahr später heiratet sie den Schauspieler William Alexander Kirkland. Das Paar trennte sich 1941. Am 11. Dezember 1941 wird ihr Sohn Erik geboren. Der Vater des Kindes ist der Regisseur Otto Preminger (1905-1986). Sie heiratet 1948 ein drittes Mal, den Künstler Julio de Diego (1900-1979). Auch diese Ehe endete mit einer Scheidung. 1940 hatte sie sich ein Haus gekauft. mit 26 Zimmern und sieben Bädern.

Während der Weltwirtschaftskrise setzte sie sich für die Arbeiter in New York ein und hielt Reden bei verschiedenen Gewerkschaftsversammlungen. 1937 und 1938 spielt sie als Louise Hovick in Hollywood in fünf Filmen mit. Sie kehrt nach New York City zurück und beginnt eine Affäre mit dem Filmproduzenten Michael Todd (1909-1958). Gypsy Rose Lee sah sich selbst als erstklassige Stripperin. 1941 schrieb sie ein Buch, den Mystery-Thriller „The G-String Murders“, einem Kriminalroman dieser 1943 unter dem Titel „Lady of Burlesque“ verfilmt wurde.

Nachdem ihre Mutter 1954 starb, konnten sich Louise und June frei über ihre Mutter äußern. Die Mutter war stets bestrebt die Karriere ihrer Töchter voranzutreiben. Sie konnten nun über ihre Mutter reden, ohne dabei eine Klage zu riskieren. Gypsy Rose Lee verstarb am 26. April 1970 im Alter  von 59 Jahren an Lungenkrebs. Ihre Schwester June Havoc starb am 28. März 2010.