True Story

Sybil – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1976.

Sybil

 

  • Noch nicht auf DVD/Blu-ray erschienen.

Der Film basiert auf dem 1973 erschienenen Buch „Sybil: The True Story of a Woman Possessed by 16 Separate Personalities“ der amerikanischen Journalistin Flora Rheta Schreiber (1918-1988), welches zu einem Bestseller wurde. Die Autorin beschreibt die Geschichte einer Frau, diese man erst später als Shirley Ardell Mason (1923-1998) identifizierte. Um deren Privatsphäre zu schützen gab sie ihr den Namen Sybil Isabel Dorsett.

Shirley Ardell Mason litt an einer dissoziativen Identitätsstörung, dies bedeutet, dass verschiedene Persönlichkeitszustände, dissoziative Identitäten, abwechselnd die Kontrolle über das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen übernehmen. Es heißt Shirley Ardell Mason habe 16 verschiedene Persönlichkeiten gehabt. Damals nannte man dies multiple Persönlichkeitsstörung, kurz MPS.

Behandelt wurde sie von der Psychiaterin Cornelia B. Wilbur (1908-1992), die diese dissoziative Identitätsstörung diagnostiziert hatte. Angeblich wurde Shirley Ardell Mason als Kind schwer missbraucht und infolgedessen diese 16 verschiedenen Persönlichkeiten entwickelte. 1954 begann eine Behandlung, diese elf Jahre andauerte.

Shirley Ardell Mason wurde am 25. Januar 1923 in Dodge Center, Minnesota, geboren. Sie habe nie viel gelacht, wenn dann deutete man dies mehr als ein Kreischen. 1941 absolvierte sie die Dodge Center High School und studierte danach Kunst am Mankato State College. Später arbeitet sie als Kunstlehrerin. Sie litt zunehmend an Gedächtnisverlust und hatte mehrere emotionale Zusammenbrüche erlitten, woraufhin sie die Psychiaterin Cornelia B. Wilbur kontaktierte.

In dem Buch erkannten viele Leser das es sich hierbei um Shirley Ardell Mason handelte. Shirley Ardell Mason ließ ihre Vergangenheit hinter sich und lebte in West Virginia, bevor sie später nach Lexington, Kentucky, zog. Hier gab sie Kunstkurse und widmete sich in ihrem Haus ihrer Galerie. Ihre Mutter Martha Mason litt an Schizophrenie, die nach Einbruch der Dunkelheit herumlief und durch die Fenster der Nachbarhäuser schaute.

Die Diagnose der Psychiaterin Cornelia B. Wilbur wurde von dem Psychiater Herbert Spiegel (1914-2009) in Frage gestellt, der Shirley Ardell Mason in Vertretung ebenfalls behandelt hatte. Für ihn war sie nur hysterisch und er hatte das Gefühl, dass seine Psychiater-Kollegin sie dazu ermutigt hätte, um somit ein Buch zu veröffentlichen und damit Geld zu verdienen. Auch der Psychologe Robert Rieber meinte, sie habe Mason manipuliert, um so ein Buch schreiben zu können. Shirley Ardell Mason verstarb am 26. Februar 1998.