True Story

Nicht alle waren Mörder – deutsches Drama aus dem Jahr 2006.

Nicht alle waren Mörder

 

Als Vorlage für den Film diente das Buch „Nicht alle waren Mörder“ von Michael Degen aus dem Jahr 1999, in dem der Schauspieler seine eigenen Erlebnisse als Kind während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland beschreibt. Als Kind ist er nur knapp der Verfolgung durch die Nationalsozialisten entkommen. Seine Mutter Anna und er versteckten sich in Berlin. Michael Degen sagt; „Wir hätten nicht überlebt, wenn meine Mutter nicht so stark gewesen wäre.“

Michael Max Degen wurde am 31. Januar 1931 in Chemnitz geboren. Sein Vater Jakob Degen war Professor für Sprachen und Kaufmann, jüdischen Glaubens und russischer Herkunft. Die Eltern zogen mit ihren beiden Söhnen Michael und Adolf nach Berlin. Seinen älteren Bruder Adolf schickten die Eltern nach Palästina, um ihn vor der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu retten.

Sein Vater Jakob Degen wurde 1939 von der Gestapo in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Man ließ ihn zwar frei, doch er starb 1940 an den Folgen der Folter. Michael Degen besuchte eine jüdische Schule bis zu deren Schließung im Jahr 1942. Ein Jahr darauf kam es zu Zwangsräumungen durch die Gestapo. Seine Mutter und er konnten dem entkommen. Beide versteckten sich unter falscher Identität. Mehrere Male mussten sie ihre Verstecke wechseln. Sie fanden später Zuflucht bei Bekannten, den nichtjüdischen Freunden Marie-Luise und Carl Hotze. In ihrer Laubenkolonie in Berlin-Kaulsdorf durften sie bleiben, was ihnen das Überleben sicherte.

Nach dem Krieg im Jahr 1946 begann Michael Degen eine Schauspielausbildung. 1949 emigrierte er nach Israel und traf hier auf seinen Bruder. Zwei Jahre später kehrte Michael Degen nach Deutschland zurück. Es folgten zahlreiche Engagements am Theater. Bekannt wurde Michael Degen durch die Fernsehserie „Die Buddenbrooks“ aus dem Jahr 1979. Als Darsteller kennen wir ihn in den Filmen; Hannah Arendt (2012) und