True Story

Sie nannten ihn Pretty Boy Floyd (A Bullet for Pretty Boy) – amerikanischer Actionfilm, Biografie aus dem Jahr 1970.

Sie nannten ihn Pretty Boy Floyd

  • Bislang nur auf VHS erschienen!

Gezeigt wird die Geschichte des Bankräubers Charles Arthur Floyd (1904-1934), bekannt unter dem Namen Pretty Boy Floyd.

Seine kriminellen Aktivitäten fanden in den 1930er Jahren große mediale Aufmerksamkeit. Eine Gruppe von Beamten des Bureau of Investigation (BOI), dem späteren FBI, war ihm auf der Spur. Unter der Leitung des Beamten Melvin Purvis (1903-1960) wurde Pretty Boy Floyd verfolgt und am 22. Oktober 1934 getötet.

Charles Arthur Floyd wurde am 3. Februar 1904 in Barlow County, Georgia, geboren. Die Familie zog 1911 nach Akins, Oklahoma. Im Alter von 18 Jahren klaute er 3,5 Dollar vom örtlichen Postamt, wofür er verhaftet wurde. 1925 wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt, nachdem er einen Raubüberfall begangen hatte. Pretty Boy Floyd verbüßte dreieinhalb Jahre und wurde auf Bewährung entlassen.

Danach schloss er sich den Kriminellen von Kansas City an, verübte zahlreiche Banküberfälle und man gab ihm den Spitznamen „Pretty Boy“. Wegen zahlreicher Vergehen wurde er 1929 von der Polizei gesucht und konnte erneut verhaftet werden. Diesmal verbüßte er 60 Tage in Haft. 1930 wurde Pretty Boy unter dem Pseudonym Frank Mitchell verhaftet und wegen Mordes eines Polizeibeamten während eines Raubüberfalls angeklagt. Er wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ihm gelang eine Flucht.

Er wurde zudem verdächtigt, die Brüder und Alkoholschmuggler Wally und Boll Ash getötet zu haben, deren Leichen man in einem brennenden Auto fand. Als man 1932 versucht hatte Pretty Boy zu verhaften, tötete dieser die beiden Beamten Curtis C. Burke und Erv Kelly. Er und seine Bande wurden für zahlreiche Morde verantwortlich gemacht.

Charles Artur Floyd und Adam Richetti (1909-1938) galten zudem als Hauptverdächtige am 17. Juni 1933 vier Polizeibeamte getötet zu haben. Dieser Vorfall wurde als „Massaker von Kansas City“ bekannt, als die Bande von Vernon C. Miller (1896-1933) versuchte den Bankräuber Frank Nash (1887-1933) aus der Obhut mehrerer Polizeibeamter zu befreien. Frank „Jelly“ Nash war aus der Haft geflohen und sollte nun in das Gefängnis Leavenworth zurückgebracht werden.

Charles „Pretty Boy“ Floyd wurde vom FBI als einer der bewaffneten Männer identifiziert, wobei es Hinweise gibt, das er nicht an dieser Tat beteiligt war. John Edgar Hoover (1895-1972), der erste Direktor des FBI, nutzte diesen Vorfall um Pretty Boy verfolgen zu können. Historiker sind sich uneinig ob er tatsächlich an diesem Verbrechen beteiligt war. So wurde Pretty Boy gejagt und schließlich getötet. Es gibt unterschiedliche Berichte darüber, wer ihn getötet hat und wie er ums Leben gekommen ist.