True Story

Beate Uhse – Das Recht auf Liebe – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 2011.

Beate Uhse Das Recht auf Liebe

Gezeigt wird das Leben der deutschen Unternehmerin Beate Uhse (1919-2001).

Beate Uhse wurde am 25. Oktober 1919 in Wargenau bei Cranz, Ostpreußen, als Beate Köstlin geboren. Sie und ihre beiden Geschwister wurden von den Eltern Otto Köstlin (1871-1945) und Margarete Köstlin-Räntsch (1880-1945) früh aufgeklärt. Ihre Mutter war eine der ersten Ärztinnen in Deutschland. Die Eltern schränken ihre Tochter nicht ein, sondern fördern sie. Sie ermöglichen ihr eine gute Schulbildung in Internaten.

Mit 15 Jahren wird Beate hessische Meisterin im Speerwerfen. Ihr Wunsch ist es Pilotin zu werden. Sie möchte nicht in die Fußstapfen der Eltern treten, ihre Mutter ist Ärztin und der Vater Landwirt. Im Alter von 16 Jahren geht Beate Köstlin nach England um als Au Pair Englisch zu lernen. Danach kehrt sie auf das elterliche Gut zurück. Ihre Eltern geben nach und sie beginnt eine Flugausbildung.

1939 heiratet sie ihren Fluglehrer Hans-Jürgen Uhse. 1943 kam ihr Sohn Klaus zur Welt. Ein Jahr darauf verunglückte ihr Mann tödlich. Beate Uhse überführte im Rang eines Hauptmanns Flugzeuge an die Front. 1945 kommt sie in britische Kriegsgefangenschaft. Danach zieht sie mit ihrem Sohn nach Flensburg und heiratet Ernst-Walter Rotermund. Ihr Sohn Ulrich wird geboren und die Ehe 1972 geschieden.

Beate Uhse sorgte in der Nachkriegszeit mit Aufklärungsbroschüren und diversen Sexspielzeug für mehr Spaß am Sex. Die Presse gab ihr den Spitznamen „Orgas-Muse“. 1951 gründet sie ihr Versandhaus Beate Uhse. Zwei Jahre später hat ihr kleines Unternehmen 14 Angestellte. 1962 eröffnet Beate Uhse in Flensburg den ersten Sexshop der Welt. Viele waren empört und reichten Klage ein, da ihr Geschäft gegen Zucht und Sitte verstoßen würde. Beate Uhse lässt sich dadurch nicht beeinflussen, Anfang 1960 hatte sie bereits fünf Millionen Kunden.

1996 eröffnet sie in Berlin das Beate Uhse Erotik-Museum mit einer Ausstellungsfläche von 1800 Quadratmetern und etwa 5000 Zeugnisse der Erotik. Das Museum wurde 2014 geschlossen. Beate Uhse starb am 16. Juli 2001 in der Schweiz an den Folgen einer Lungenentzündung.