True Story

Harriet – Der Weg in die Freiheit (Harriet) – amerikanisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 2019.

Harriet

 

Ab 09. Juli 2020 im Kino!

Das Historiendrama und Filmbiografie beruht auf der Geschichte von Harriet Tubman (1822-1913), einer afroamerikanischen Fluchthelferin der Hilfsorganisation Underground Railroad. Sie selbst konnte der Sklaverei entkommen und half entlaufenden Sklaven aus den Südstaaten in die Nordstaaten oder nach Kanada zu fliehen. Der Underground Railroad war es zwischen 1810 und 1850 gelungen, etwa 100.000 Sklaven zu befreien.

Harriet Tubman wurde 1822 in Dorchester County, Maryland, als Araminta Ross geboren. Sie wurde in die Sklaverei hineingeboren und als Kind von verschiedenen Sklavenhaltern geschlagen und ausgepeitscht. Als ein Sklavenhalter ihr ein Metallteil an den Kopf geworfen hatte, hinterließ dies eine Verletzung, die sie ihr weiteres Leben begleitete. Sie litt an Schwindel, Schmerzen und Hypersomie. Zudem verursachte dies seltsame Visionen und lebhafte Träume. 1844 heiratet sie John Tubman. Die Ehe wurde 1851 geschieden und sie heiratet 1869 Nelson Davis, dieser 1888 verstarb.

1849 floh sie nach Philadelphia. Kurz darauf kehrte sie nach Maryland zurück, um ihre Familie zu retten. Etwa 70 Menschen hatte sie gerettet, darunter Familienmitglieder und Freunde. 1858 lernt sie den Abolitionist John Brown  kennen, den sie bei seinen Vorhaben unterstützte, unter anderem seinem Überfall in Harpers Ferry.

Während des Amerikanischen Bürgerkriegs arbeitet sie als Köchin und Krankenschwester für die Unionsarmee, später als bewaffneter Späher und Spionin. Sie war Anführerin einer militärischen Operation, dem Überfall auf Combahee Ferry, bei der etwa 700 Sklaven befreit werden konnten.

Nach dem Bürgerkrieg kümmert sie sich um ihre Familie, ihre Eltern Harriet Greene Ross und Ben Ross und setzt sich für Not leidende Menschen ein. Außerdem ist Harriet Tubman in einer Frauenrechtsbewegung aktiv. Zu Lebzeiten war Harriet Tubman sehr bekannt und eine angesehene Frau. Sie galt bereits vor dem Bürgerkrieg als eine der berühmtesten Zivilistinnen der amerikanischen Geschichte.

Harriet Tubman litt noch immer unter den Folgen ihrer Kopfverletzung, diese Anfälle und Kopfschmerzen verursachten. In den späten 1890er Jahren unterzog sie sich einer Gehirnoperation, diese ohne jegliche Betäubung. Später galt sie als sehr gebrechlich, eine New Yorker Zeitung schrieb, sie sei krank und mittellos. Harriet Tubman verstarb 1913 an einer Lungenentzündung.

Generationen von Afroamerikanern wurden durch sie inspiriert, die für Gleichheit und Bürgerrechte kämpften. 1914 wurde eine Gedenktafel in Auburn, New York, angebracht.