True Story

Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra – italienisches Drama aus dem Jahr 2008.

Gomorrha

Als Vorlage für den Film diente das Buch „Gomorrha“ des Autors Roberto Saviano aus dem Jahr 2006. Der Autor und Journalist beschreibt die mafiösen Verwicklungen in seiner Heimatstadt Neapel. Thematisiert werden die Machenschaften der Camorra, mehrerer Familienclans in Neapel. Roberto Saviano schreibt über die Camorra, woraufhin er Morddrohungen erhielt und unter Polizeischutz lebt.

Die Camorra ist eine der ältesten und zugleich größten kriminellen Organisationen in Italien. Man agiert vorwiegend in Neapel und dem Umland. Zu ihren Geschäften zählen Drogenhandel, dem illegalen Verschieben von Giftmüll und der illegalen Herstellung von Textilien. Konkurrenten oder unliebsame Zeugen werden aus dem Weg geräumt, gar ermordet. Die Camorra besteht seit dem 16. Jahrhundert. Sie entwickelte sich zu einer der einflussreichsten, gewalttätigsten und kriminellsten Organisation Italiens. Selbst die sizilianische Mafia hat sie in Größe und Bedeutung überschattet.

Mitglieder unterliegen einer Schweigepflicht, genannt Omertà, was es schwer macht, die kriminellen Machenschaften zu verfolgen. Für die Camorra ist dies gleichzeitig eine Säule des Erfolges. Es gibt mehrere Clans. Zu den dominierenden Clans gehört die sogenannte Alleanza di Secondigliano, die von den Clans Licciardi, Di Lauro und Contini-Bosti repräsentiert wird. In Neapel ist die Camorra größter Arbeitgeber und die Region entzieht sich vollständig der staatlichen Kontrolle.

Mehrere illegale Geschäfte werden kontrolliert. Jungen Männern gibt man Arbeit und Wohnungen. Ihre Familien sind versorgt. Sollten sie verhaftet oder gar getötet werden, kümmert sich die Camorra mit Geldzuweisungen um deren Angehörigen. Die Milliardengewinne investiert man in Immobilien und dem Kauf von Firmen weltweit. Auch wenn es mehrere Clans gibt, so lässt sich nie genau sagen wie viele Mitglieder hier involviert sind. Die Camorra sind Teil des Lebens in Neapel. Viele Geschäftsleute werden erpresst. Mittlerweile gibt es sogar eine Anti-Schutzgeld-Vereinigung.