True Story

Der Priestermord (To Kill a Priest) – französisch-amerikanisches Drama aus dem Jahr 1988.

Der Priestermord

  • Bislang nur auf VHS erschienen!

Der Film basiert auf der Ermordung des polnischen Priesters Jerzy Popiełuszko (1947-1984), der aufgrund seiner Unterstützung der Opposition Solidarność von Offizieren des polnischen Sicherheitsdienstes am 19. Oktober 1984 ermordet wurde.

Den polnischen Sicherheitsdienst Służba Bezpieczeństwa gab es von 1956 bis 1990, in dem 24.300 Funktionäre und 90.000 inoffizielle Mitarbeiter tätig waren. Die drei Offiziere die für den Mord verantwortlich waren und ein Oberst der den Befehl dazu gegeben hatte, wurden kurz darauf wegen Mordes angeklagt und verurteilt.

Jerzy Popiełuszko wurde am 14. September 1947 in Okopy, nahe der Stadt Suchowola als Alfons Popieluszko geboren. Er stammte aus einfachen Verhältnissen und trat nach dem Besuch des Gymnasiums ins Priesterseminar in Warschau ein. Als junger Priester diente er in verschiedenen Gemeinden.

1981 setzt er sich für die streikenden Stahlarbeiter ein. Nachdem die Gewerkschaft Solidarność verboten wurde, fanden sich zahlreiche Bürgerrechtler in seiner St.-Stanislaw-Kostka Gemeinde zusammen. In seinen Predigten kritisierte er das kommunistische Regime in Polen, das 1981 verhängte Kriegsrecht und das Verbot der Gewerkschaft Solidarność. Er motivierte die Menschen zum Protest.

Die katholische Kirche war die einzige Möglichkeit um offen protestieren zu können. Die Geheimpolizei versuchte ihn zum Schweigen zu bringen und begann damit ihn einzuschüchtern.  Jerzy Popiełuszko wurde 1983 verhaftet, jedoch bald darauf wieder entlassen. Am 13. Oktober 1984 hatte man versucht ihn zu töten, geplant war ein Autounfall, dem er entgehen konnte.

Am 19. Oktober 1984 wurde Jerzy Popiełuszko entführt und von drei Offizieren des Sicherheitsdienstes, Grzegorz Piotrowski, Leszek Pękala und Waldemar Chmielewski, zu Tode geprügelt. Oberst Adam Pietruszka hatte den Befehl dafür gegeben. Die Nachricht von dem politischen Mord sorgte in ganz Polen für Aufruhr. Mehr als 250.000 Menschen, darunter der Gewerkschaftsaktivist Lech Wałęsa, nahmen an seiner Beerdigung teil.