True Story

Baader – deutsches Drama aus dem Jahr 2002.

Der Film basiert auf der Geschichte des deutschen Terroristen Andreas Baader (1943-1977), einem Mitbegründer der RAF.

Die RAF war eine linksextremistische terroristische Vereinigung. Sie war verantwortlich für Geiselnahmen, Banküberfälle und Sprengstoffanschläge mit über 200 Verletzten, außerdem 33 Morde. Selbst 24 eigene Mitglieder und Anhäger der RAF kamen durch Suizid oder Hungerstreik ums Leben. Diese Vereinigung wurde zu Beginn als „Baader-Meinhof-Bande“ oder „Baader-Meinhof-Gruppe“ bezeichnet und 1970 gegründet. Am 5. September 1977 wurde der Manager und Wirtschaftsfunktionär Hanns Martin Schleyer entführt und am 18. Oktober 1977 ermordet.

Zu den Anführern der RAF zählten Andreas Baader (1943-1977), Ulrike Meinhof (1934-1976), Gudrun Ensslin (1940-1977) und Jan-Carl Raspe (1944-1977). Andreas Baader war Mitbegründer der RAF und ein Terrorist. Zu seinen Taten zählten die Kaufhaus-Brandstiftungen am 2. April 1968 in Frankfurt am Main und Brandstiftungen im Kaufhaus Schneider und im Kaufhof. Er und seine Komplizen Thorwald Proll und Horst Söhnlein wurden jeweils zu drei Jahren Haft verurteilt.

Am 14. Mai 1970 kommt es zu einer gewaltsamen Befreiung Andreas Baaders aus der Haft. Eine Gruppe von 6 Personen, darunter auch seine Partnerin Gudrun Ensslin und der Rechtsanwalt Horst Mahler, die für die Planung verantwortlich waren. Dies war die Geburtsstunde der RAF und ihrem bewaffneten Kampf.

Andreas Baader wurde 1972 erneut verhaftet. Er musste sich für mehrere Bankraube und fünf Sprengstoffanschläge, mit vier Todesopfern, verantworten. Außerdem wurden Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe festgenommen. In Haft kommt es zu einem Hungerstreik. Am 9. Mai 1976 fand man Ulrike Meinhof tot in ihrer Zelle, sie hat sich erhängt. 1977 wurde ihnen der Prozess gemacht. Alle der Beteiligten wurden im Stammheimer Prozess zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Es folgte ein kollektiver Suizid, Andreas Baader hat sich am 18. Oktober 1977 in der JVA Stuttgart mit einer geschmuggelten Waffe erschossen. Auch Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe nahmen sich an diesem Tag das Leben.

Am 18. Oktober 1977 musste auch das Entführungsopfer der RAF Hanns Martin Schleyer sterben. Mit dessen Entführung hatte man die Freilassung der inhaftierten RAF-Mitglieder gefordert, darunter auch Verena Becker, Werner Hoppe, Karl-Heinz Dellwo, Hanna Krabbe, Bernard Rössner, Ingrid Schubert, Irmgard Möller und Günter Sonnenberg. Als die RAF-Mitglieder vom Tod ihrer Anführer hörten, wurde Hanns Martin Schleyer ermordet.

Wegen der Beteiligung an dieser Entführung wurden Stefan Wisniewski, Adelheid Schulz, Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar, Peter-Jürgen Boock, Rolf Clemens Wagner und Sieglinde Hofmann zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Weitere Beteiligte wie Silke Maier-Witt, Monika Helbing und Sigrid Sternebeck wurden zwischen sieben und zehn Jahren Haft verurteilt. Insgesamt gab es 20 Verdächtige.

Die RAF war für zahlreiche Anschläge und Morde verantwortlich. Diese Zeit war eine der schwersten Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik und wird als Deutscher Herbst bezeichnet. Dazu zählen die Entführung des Lufthansa Flugzeugs Landshut, einer Geiselnahme am 13. Oktober 1977 durch vier palästinensische Terroristen, der Todesnacht von Stammheim und die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer. Der Stammheimer Prozess gilt als einer der größten Prozesse in der Geschichte der BRD, mit einer Dauer von 192 Tagen.

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