True Story

Das Ende des Schweigens – deutsches Doku-Drama aus dem Jahr 2020.

  • Ab 08.04.2021 im Kino! 

Das Doku-Drama thematisiert die Homosexuellenprozesse 1950/51 in Frankfurt am Main, diese heute in Vergessenheit geraten sind. Die Polizei führte damals auf brutale Art und Weise Razzien durch und es folgte eine regelrechte Hetzjagd gegen Schwule.

In Frankfurt am Main ging man in den 1950er Jahren brutal gegen Schwule vor. Die Homosexuellenprozesse in den Jahren 1950 und 1951 sorgten bundesweit für Schlagzeilen. Bereits seit der Gründung des Deutschen Reichs war Homosexualität eine Straftat. Die Nazis hatten dieses Gesetz verschärft. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Bundesrepublik dieses verschärfte Gesetz übernommen. Die sogenannten Schwulen-Paragraphen traten 1950 in Kraft und es begann eine Verfolgung homosexueller Männer.

75 Männer kamen ins Gefängnis, viele wurden unfreiwillig geoutet, wodurch ihre Existenzen zerstört wurden und einige sogar Selbstmord begangen haben. Ein 19-Jähriger sprang vom Goetheturm. In Frankfurt kam es zu zahlreichen Verleumdungen, man ging zur Polizei und hatte selbst die Nachbarn angeschwärzt. Beschuldigte wurden festgenommen um sie somit auch bloßzustellen.

Es gab so viele Anzeigen, dass die Oberstaatsanwaltschaft überfordert war. Auslöser für diese Verfolgungswelle war die Festnahme des minderjährigen Strichers Otto Blankenstein. Er unterstützte die Ermittlungen und galt als Kronzeuge. Der ermittelnde Staatsanwalt war Dr. Fritz Thiede. Otto Blankenstein wurde nach seinen Aussagen, wodurch es zu zahlreichen Festnahmen gekommen war, zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Sechs Verfolgte begingen Suizid. Die ersten Prozesse begannen am 23. Oktober 1950.