True Story

The Stoning of Soraya M. – amerikanisches Drama aus dem Jahr 2008.

  • Hierzulande noch nicht erschienen!

Der Film basiert auf dem Buch „La Femme Lapidée“ aus dem Jahr 1990, in dem der Autor Freidoune Sahebjam (1933-2008) die Geschichte von Soraya Manutchehri (1951-1986) beschreibt. Das Buch wurde im Iran verboten.

Die damals 35-jährige Soraya Manutchehri wurde am 15. August 1986 durch Steinigung hingerichtet. Steinigung bedeutet, man wird durch Steinwürfe auf den Kopf und Oberkörper getötet. Die verurteilten Personen werden dabei oft bis zur Hüfte oder bis unter die Brust eingegraben. Eine relativ langsame Art der Hinrichtung, diese gegen Menschenrechte verstößt. Dennoch wird das Steinigen in vom Islam geprägten Ländern und Regionen praktiziert.

Soraya Manutchehri wurde in dem kleinen Dorf Kuhpayeh, Provinz Kerman, Iran, angeblich wegen Ehebruchs verurteilt. Ungenannte Zeugen behaupteten, dass ihr Ehemann Ghorban-Ali, ein Gefängniswärter mit kleiner krimineller Vergangenheit, seine Frau unbedingt loswerden wollte, um somit ein 14-jähriges Mädchen heiraten zu können. Er hatte kein Interesse an zwei Familien und verbreitete daher Gerüchte über einen angeblichen Ehebruch seiner Frau.

Steinigung für Tatbestände wie dem Ehebruch bricht zudem das Verhältnismäßigkeitsprinzip. Diese Art der grausamen Hinrichtung findet man heute noch in Afghanistan, Iran, Irak, Jemen, Nigeria, Pakistan, Somalia, Sudan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate, sowie wieder eingeführt in Brunei.