True Story

Monsieur Chocolat – französisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2016.

Der Film zeigt das Leben von Rafael Padilla, genannt „Chocolat“, der als Sohn von kubanischen Sklaven im Kindesalter nach Frankreich kam und als einer der berühmtesten Clowns auftrat.

Rafael Padilla war einer der ersten farbigen Zirkusmitarbeiter, den den Zirkus revolutionierte und mit seinen Darbietungen, seiner Originalität, Paris eroberte. Gemeinsam mit seinem langjährigen Partner George Foottit (1864-1921) eroberten sie das Publikum.

Rafael Padilla wurde zwischen 1865 und 1869 in Kuba geboren. Vermutlich als Sklave, was erklären würde, warum seine Geburt nicht registriert wurde. Erinnerungen an seine leiblichen Eltern hatte er nicht und wuchs bei einer in armen Verhältnissen lebenden Frau in den Slums in Havanna auf. Sie verkaufte den Jungen an den spanischen Geschäftsmann Patricio Castaño Capetillo. So kam er erst nach Spanien, in das Dorf Sopuerta, somit war er auch der einzige Farbige in diesem Dorf. Es heißt das er hier von den Castaños und den Dorfbewohnern misshandelt wurde. Man ließ ihn in einem Stall schlafen.

Mit 14 oder 15 Jahren floh er aus diesem Dorf, arbeitete in Steinbrüchen und zog dann nach Bilbao, wo er Gelegenheitsjobs verrichtete. Hier lernt er den reisenden Clown Tony Grice kennen, der ihn als Assistent und Hausangestellten beschäftigte. Rafael mochte dieses Leben nicht, er verließ Tony Grice und kehrte später zu ihm zurück, da er nirgendwo Arbeit fand. Beide traten als Duo auf und Rafael bekam den Künstlernamen Chocolat.

1888 endete diese Partnerschaft, man engagierte Chocolat als Pantomime. 1895 kommt es zur Zusammenarbeit mit George Foottit. Beide traten gemeinsam 20 Jahre lang auf. Sie trennten sich 1910 als George Foottit eine Anstellung bei dem Theaterintendanten André Antoine (1858-1943) fand. Rafael Padilla starb am 4. November 1917 in Bordeaux.