True Story

Führer Ex – deutsches Drama aus dem Jahr 2002.

Der Film basiert auf dem Buch „Die Abrechnung“ von Ingo Hasselbach, in dem er seine Lebensgeschichte erzählt. Thema des Films ist die deutsche Neonazi-Szene während der politischen Wende in der DDR und nach der Wiedervereinigung.

Der 1967 geborene Ingo Hasselbach ist ein bekannter deutscher Aussteiger der Neonazi-Szene. Seine Bücher „Die Abrechnung: ein Neonazi steigt aus“ und „Führer Ex“ sind Erlebnisberichte des Autors. Ingo Hasselbach galt als das perfekte Aushängeschild der Rechtsextremisten, groß, blond und intelligent. Er zog viele junge Menschen an und die Presse nannte ihn den „Führer von Berlin“.

Während der Wendezeit ist er in verschiedenen neo-nationalistischen Organisationen wie der „Nationalen Alternative“, diese sich 1990 gründete. Die „Nationale Alternative“ wurde zum Zentrum des Rechtsextremismus in Ostdeutschland. Zu den Mitgliedern zählten eine Reihe bekannter Berliner Neonazis, darunter Ingo Hasselbach, Frank Lutz, Heiko Baumert, Oliver Schweigert, Bendix Wendt und Andre Riechert.

Ingo Hasselbach verbrachte drei Jahre in Haft, unter anderem wegen Volksverhetzung. 1993 hatte er sich für einen Rückzug aus der Neonazi-Szene entschieden. Er stieg aus und veröffentlichte sein Buch. Seine Mutter entging nur knapp einem gescheiterten Anschlag. Sein ganzes Wissen offenbarte er dem Bundeskriminalamt. 1996 erschien ein weiteres Buch, „Die Bedrohung: Mein Leben nach dem Ausstieg aus der rechten Terrorszene“.

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