True Story

Landauer – Der Präsident – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 2014.

Der Film zeigt die Geschichte von Kurt Landauer (1884-1961), dem Präsident des deutschen Sportvereins FC Bayern München, in den Jahren 1913 bis 1914, von 1919 bis 1933 und nach dem Krieg erneut von 1947 bis 1951. Der Fußball-Club Bayern, München e.V. wurde am 27. Februar 1900 gegründet. Mit etwa 293000 Mitgliedern ist dies der mitgliederstärkste Sportverein der Welt.

Kurt Landauer – Präsident des FC Bayern München

Kurt Landauer wurde am 28. Juli 1884 in Planegg geboren. Die Eltern waren der jüdische Kaufmann Otto Landauer (1842-1913) und Hulda Bernheimer (1844-1930). Ab 1901 spielte er selbst als Torhüter der zweiten Mannschaft für den FC Bayern München. Von 1913 bis 1914 übernahm er erstmals die Verantwortung als Präsident. In den folgenden Amtszeiten wuchs der Verein stetig. Unter seiner Führung entwickelten sich die Bayern zu einem der bedeutendsten Vereine Deutschlands. Kurt Landauer legte den Grundstein für die späteren Erfolge des FC Bayern München.

Mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 musste Kurt Landauer als Vereinspräsident zurücktreten. Er wurde von der Gestapo verhaftet und in das KZ Dachau gebracht. Nach vier Wochen wurde er entlassen, mit der Auflage das Land zu verlassen. Freunden war es gelungen, ein Visum für die Schweiz zu besorgen. Vier seiner sechs Geschwister wurden im Konzentrationslager ermordet. Sein Bruder Franz Landauer starb 1943 im Durchgangslager Westerbork, aufgrund der Haftbedingungen.

1947 kehrt Kurt Landauer nach München zurück und wurde erneut Präsident des FC Bayern. Unter seiner Führung gelang ein Wiederaufbau des Vereins. 1955 heiratet er Maria Baumann (1899-1971). Kurt Landauer verstarb am 21. Dezember 1961 in München. 2013 wurde Kurt Landauer posthum zum Ehrenvorsitzenden des Vereins gewählt. Seine weltoffene Sportpolitik und das Engagement für den Verein bleiben unvergessen.