True Story

Mank – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2020.

  • Ab 04.12.2020 bei Netflix

Der Film basiert auf der Geschichte von Hermam J. Mankiewicz (1897-1955), seinen Auseinandersetzungen mit dem Regisseur Orson Welles (1915-1985) um das Drehbuch zum Film Citizen Kane.

Herman Jacob Mankiewicz war ein amerikanischer Drehbuchautor, der gemeinsam mit Orson Welles das Drehbuch zu Citizen Kane schrieb. Der Film Citizen Kane wurde für einen Oscar in jeder möglichen Kategorie nominiert, einschließlich des Drehbuchs. Später kam es zu einem Streit, wer was in diesem Drehbuch geschrieben hatte. Der Drehbuchautor Herman J. Mankiewicz galt als berüchtigte Persönlichkeit in Hollywood.

Man schrieb über ihn; „Sein öffentliches und privates Verhalten war ein Skandal. Als neurotischer Trinker und zwanghafter Spieler war er auch einer der intelligentesten, informiertesten, witzigsten, menschlichsten und charmantesten Männer, die ich je gekannt habe“, so der Schauspieler John Houseman. Herman J. Mankiewicz war Alkoholiker, was seine Karriere Ende der 1930er Jahre beeinträchtigte. 1920 heiratet er Sara Aaronson und das Paar bekommt drei Kinder. Er starb am 5. März 1953 im Alter von 55 Jahren.

Citizen Kane war der erste Kinofilm von Orson Welles und wird oft als das bedeutendste Werk der Filmgeschichte bezeichnet. Den Film schreibt man Orson Welles zu, ein Triumph intensiver persönlicher Magie. Ohne Orson Welles hätte es für Mankiewicz keinen höheren Moment gegeben. Ohne Mankiewicz hätte Orson Welles zu diesem Zeitpunkt keine perfekte Idee gehabt…um sich als Genie zu betätigen. Orson Welles wirkte am Drehbuch mit, führte Regie und ist selbst als Hauptdarsteller im Film zu sehen. Die Dreharbeiten begannen am 29. Juni 1940 mit einem Budget von circa 700.000 Dollar.

Seine Premiere feierte der Film am 1. Mai 1941 am Palace Theatre am Broadway in Manhatten, am 6. Mai in Chicago und am 8. Mai in Los Angeles. Orson Welles selbst sagte, die Premiere in Chicago wurde nur von wenigen Interessenten besucht. Während man in einigen Städten Verluste zu verzeichnen hatte, machte man in Seattle einen Gewinn. 1942 erhielt der Film neun Oscar-Nominierungen.

Kritiker bezeichnen den Film als einen der interessantesten und technisch überlegendsten Filme. Dieser sei atemberaubend und zähle zurecht zu den größten Errungenschaften der Filmgeschichte. Citizen Kane blieb der einzige Film der unter Orson Welles‘ Vertrag mit RKO Pictures entstanden war. Das American Film Institute listet Citizen Kane als den besten Film aller Zeiten. Auch das französische Filmmagazin Cahiers du cinéma listete den Film 2008 auf Platz 1 der besten Filme aller Zeiten. Die Fachzeitschrift Sight and Sound des British Film Institute wählte Citizen Kane von 1962 bis 2002 durchgehend auf den ersten Platz.

Die Figur des Charles Foster Kane basiert auf dem Verleger und Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst. Dieser erkannte sich im Film wieder und versuchte die Produktion zu behindern. Seinen Einfluss konnte er jedoch nicht geltend machen. In den Vereinigten Staaten kam Citizen Kane Mitte der 1950er Jahre erneut in die Kinos. Ab hier war klar und zahlreiche Kritiker, Journalisten und Regisseure meinten, es sei der beste Film aller Zeiten. In Deutschland wurde der Film erstmals am 29. Juni 1962 gezeigt.