True Story

Pastor Hall – britisches Drama aus dem Jahr 1940.

Das britische Drama beruht auf der wahren Geschichte des Pfarrers Martin Niemöller (1892-1984), der wegen seiner Kritik an der NSDAP ins Konzentrationslager Dachau deportiert wurde. Als Vorlage für den Film diente das gleichnamige Stück des deutschen Schriftstellers Ernst Toller (1893-1939), der nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus Deutschland verbannt wurde. Ernst Toller ging in die Vereinigten Staaten und hatte 1939 Selbstmord begangen.

Emil Gustav Friedrich Martin Niemöller war Theologe und Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Zunächst war er ein Sympathisant Adolf Hitlers, lehnte sich jedoch später gegen die Nazis auf. Martin Niemöller wurde zu einem Widerstandskämpfer. Da er sich nun gegen die Nationalsozialisten richtete, brachte man ihn 1938 in das Konzentrationslager Sachsenhausen und später nach Dachau, wo er bis 1945 inhaftiert war. Martin Niemöller war nur knapp seiner Hinrichtung entkommen. Er bedauerte, nicht genügend für die Opfer des Nationalsozialismus getan zu haben, nachdem er sich von seinen nationalsozialistischen Überzeugungen abgewandt hatte.

Martin Niemöller wurde am 14. Januar 1892 in Lippstadt geboren. Sein Vater war der Pfarrer Heinrich Niemöller (1859-1941). Die Familie zog 1900 nach Elberfeld (Wuppertal). 1910 macht er sein Abitur am Evangelischen Gymnasium. Danach ging Martin Niemöller zur Kaiserlichen Marine und diente im Ersten Weltkrieg auf Schiffen und U-Booten. Er war Erster Offizier und später Kommandant des Minen U-Boots UC 67.

1919 heiratet er Else Bremer (1890-1961) und arbeitet auf einem Bauernhof. Da die finanziellen Mittel für ein eigenes Gehöft fehlten, entschloss sich Martin Niemöller für ein Studium der Theologie in Münster. Zugleich engagiert er sich in rechtsradikalen Organisationen. Er knüpft eine Bekanntschaft mit Walter Model (1891-1945), dem späteren Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber. Ab 1924 wählt Martin Niemöller die NSDAP.

Die Machtübernahme Adolf Hitlers hatte er begrüßt. Nun richtet sich sein Widerstand gegen die Nationalsozialisten, wofür man ihn verhaftet und in die Konzentrationslager verschleppt hatte. Martin Niemöller verstarb am 6. März 1984 in Wiesbaden.