True Story

Die Fahne von Kriwoj Rog – deutsches (DDR) Drama aus dem Jahr 1967.

Der DEFA-Film basiert auf dem Roman „Die Fahne von Kriwoj Rog“ von Otto Gotsche (1904-1985), dieser sich auf wahre Begebenheiten stützt. Der Film führt uns in die kleine Bergarbeiterstadt Gerbstedt im Mansfelder Kupferrevier.

Otto Gotsche war selbst Sohn eines Bergarbeiters, der am 3. Juli 1904 in Wolferode, einem Ortsteil der Lutherstadt Eisleben geboren wurde. Er erlernte den Beruf eines Klempners und trat mit 15 Jahren in die KPD ein.

Die Fahne von Kriwoj Rog ist eine rote Fahne, die 1929 von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion aus der Ukrainischen Bergbauregion Kriwoi Rog als Geschenk an die Kommunistische Partei Deutschlands im Mansfelder Land nach Deutschland gekommen war. Die Fahne wurde in Gerbstedt feierlich an die KPD übergeben. Sie galt als Symbol der Arbeiterbewegung und wurde bei Demonstrationen und Aufmärschen im Mansfelder Land in der Zeit der Weimarer Republik stets mitgeführt.

Szenenbild: Die Fahne von Kriwoj Rog

Otto Brosowski hatte diese Fahne entgegengenommen und vor den Nationalsozialisten versteckt. Otto Gotsche baute 1939 eine Widerstandsgruppe auf. Die Fahne war ein Solidaritätsgeschenk und die Nazis versuchten an diese Fahne zu kommen, denn sie wussten welche Symbolkraft diese Fahne hatte. Es war gelungen die Fahne zu verstecken. Als die Rote Armee einmarschiert, läuft man ihnen mit dieser Fahne entgegen.

Nach dem Einzug der Roten Armee im Jahr 1945 wurde Otto Gotsche zum 1. Vizepräsidenten und 1946 zum Präsidenten der Regierungsbezirke Merseburg ernannt. Danach arbeitet er im Ministerium des Inneren des Landes Sachsen Anhalt und geht 1949 nach Berlin um hier für Walter Ulbricht tätig zu werden.