True Story

Blizzard of Souls – Zwischen den Fronten (Dveselu putenis) – lettisches Kriegsdrama aus dem Jahr 2019.

Als Vorlage für das Kriegsdrama diente der historische Roman „Blizzard of Souls“ von Aleksandrs Grīns (1895-1941), in dem der Autor über eigene Erfahrungen und Erinnerungen während des Ersten Weltkriegs schreibt.

In Mitten des Krieges, in den Schützengräben, schrieb Aleksandrs Grīns seine Geschichte nieder, als er als lettischer Schütze im Ersten Weltkrieg diente. Es ist eine historische Geschichte, die den Kampf der lettischen Souveränitätsnation widerspiegelt und daran erinnert, das die Freiheit des Landes keine Selbstverständlichkeit war, in harten Schlachten gekämpft werden musste und einen hohen Preis, vieler Menschenleben, kostete.

Aleksandrs Grīns wurde am 15. August 1895 in Lettland geboren. Ab 1914 besucht er die Realschule und wollte später Medizin studieren. Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs geht er nach Moskau um hier die Militärschule zu besuchen. Nach einigen Monaten der Ausbildung wurde er als Praporschtschik (Fähnrich) an die Front geschickt. Im Jahr 1916 schloss er sich einer lettischen Schützeneinheit an. Ein Jahr darauf wurde Aleksandrs Grīns während der Schlacht um Riga schwer verwundet.

Deutsche Truppen waren am 3. September 1917 in Riga einmarschiert. Bereits zwei Tage zuvor hatten die Deutschen einen Angriff gestartet. Russische Truppen und eine lettische Brigade erhielten Befehle gegen die Deutschen vorzugehen. Entlang der 14 Kilometer langen Frontlinie kam es zu erbitterten Kämpfen. Den lettischen Schützen war es für 26 Stunden gelungen den Vormarsch der Deutschen zu stoppen.

Die lettische Einheit zog sich zurück und nahm mehrere Verteidigungspositionen ein. Man hatte hohe Verluste zu verzeichnen. Den Deutschen, der 8. Armee des Deutschen Kaiserreiches, war es gelungen Riga einzunehmen. Dennoch wurde ein Ziel erreicht, das sich die 12. russische Armee aus Riga zurückziehen konnte. Die russische Armee, unter ihrem Oberbefehlshaber Dmitri Pawlowitsch Parski (1866-1921), verfügte über 192.000 Soldaten, einschließlich 18.500 lettischer Schützen. Der General Oskar von Hutier (1857-1934) kommandierte die 8. Armee, achtes Armeeoberkommando, mit einer Truppenstärke von 60.000 Mann.

Nach der Befreiung Rigas nahm Aleksandrs Grīns sein Medizinstudium auf. Er ist später als Journalist tätig und begann mit dem Schreiben. 1939 kehrt er zum Militär zurück. Nachdem die Sowjetunion 1940 Lettland gewaltsam besetzt hatte, wurde Aleksandrs Grīns in Riga verhaftet und verhört. Man brachte ihn nach Russland in ein Gefängnis, wo er zum Tode verurteilt und am 25. Dezember 1941 erschossen wurde.