True Story

Die Wannseekonferenz – deutsches Drama aus dem Jahr 1984.

Das Drama thematisiert die Ereignisse der Wannseekonferenz, einer streng geheimen Zusammenkunft mehrerer hochrangiger Nazis und Vertreter der SS, diese sich am 20. Januar 1942 in einer Villa am Wannsee in Berlin zusammenfanden. SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich hatte zu dieser Konferenz geladen, um den Holocaust an den Juden im Detail zu organisieren und die Zusammenarbeit der beteiligten Instanzen zu koordinieren.

Diese 90-minütige Besprechung befasste sich mit dem Thema „Endlösung der Judenfrage“. Hier wurde der organisierte Massenmord an den Juden beschlossen. Heydrich hatte nicht nur geladen, sondern er verfolgte auch das Ziel, seine Führungsrolle bei den Deportationen deutlich zu machen. Wichtige Ministerien und Ämter sollen in die Vorbereitungen einbezogen werden. Man erklärte sich bereit zu kooperieren. Damit wurden die führenden Männer des deutschen Staatsapparates zu Mitwissern aber auch zu Mittätern. SS- Obergruppenführer Reinhard Heydrich hatte den Vorsitz und sprach als Hauptredner.

Szenenbild; Die Wannseekonferenz

Zu den geladenen Funktionären und Beamten zählten;

  • Reinhard Heydrich (1904-1942) General der Polizei, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes und Stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren.
  •  Adolf Eichmann (1906-1962), SS-Obersturmbannführer, der während der Konferenz als Protokollführer agierte.
  •  Josef Bühler (1904-1948), Staatssekretär, Jurist und Stellvertreter des Generalgouverneurs Hans Frank. 
  •  Roland Freisler (1893-1945), Staatssekretär, als Jurist und Präsident des Volksgerichtshofes verantwortlich für etwa 2600 Todesurteile.  
  • Otto Hofmann (1896-1982), SS-Gruppenführer und Chef des SS-Rasse- und Siedlungshauptamts, General der Waffen-SS und Polizei.
  • Gerhard Klopfer (1905-1987), SS-Gruppenführer und Ministerialdirektor.
  • Friedrich Wilhelm Kritzinger (1890-1947), Staatssekretär und Ministerialdirektor.
  • Rudolf Lange (1910-1945), SS-Standartenführer.
  • Georg Leibbrandt (1899-1982), Reichsamtsleiter.
  • Martin Luther (1895-1945), Unterstaatssekretär.
  • Alfred Meyer (1891-1945), Staatssekretär im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete.
  • Heinrich Müller (1900-1945), SS-Gruppenführer und Leiter des Reichssicherheitshauptamts.
  • Erich Neumann (1892-1951), Staatssekretär.
  • Karl Eberhard Schöngarth (1903-1946), SS-Brigadeführer, Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD.
  • Wilhelm Stuckart (1902-1953), Staatssekretär.

Der Plan sah die systematische Vertreibung und Vernichtung von rund elf Millionen Menschen vor. Sie sollten in Ghettos und Konzentrationslagern zusammengepfercht werden und so schwere Zwangsarbeit verrichten, dass sie zwangsläufig sterben würden. Im Protokoll der Wannseekonferenz hieß das „Natürliche Verminderung“. Mit der Wannseekonferenz wurde der bereits stattfindende Massenmord zum systematischen Völkermord.