True Story

Das Haus in der 92. Straße (The House on 92nd Street) – amerikanisches Drama, Film Noir aus dem Jahr 1945.

Der semidokumentarische Film Noir (deutsche Untertitel) basiert auf dem realen Fall von William G. Sebold (1899-1970). Der Film entstand in Zusammenarbeit mit dem FBI und es wirken echte FBI-Agenten mit.

William G. Sebold wurde am 10. März 1899 in Mühlheim, Deutschland, geboren. Er dient im Ersten Weltkrieg und wandert 1922 in die Vereinigten Staaten aus. 1936 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1939 kehrt er nach Deutschland zurück, um seine Mutter zu besuchen. In Deutschland angekommen, wurde William G. Sebold von der Gestapo angesprochen, da er über Wissen seiner Tätigkeit in Industrie- und Flugzeugwerken in den Vereinigten Staaten verfügte.

Man setzte William G. Sebold unter Druck und zwang ihn als Spion für die Nazis tätig zu werden. Nachdem er und seine Familie bedroht wurden, blieb ihm keine andere Wahl. Dies ging aus Briefen seiner Familie in Deutschland hervor. Bevor er Deutschland wieder verlassen wollte, besucht er das US-Konsulat in Köln und bestand darauf mit dem Generalkonsul zu sprechen, diesem er mitteilte erpresst zu werden und als Spion für die Nazis zu arbeiten. Da William G. Sebold ein loyaler amerikanischer Staatsbürger war, bot er eine Zusammenarbeit mit dem FBI. Die US-Regierung stimmte dem zu.

Szenenbild: The House on 92nd Street

William G. Sebold war nun ein Doppelagent, mit dessen Hilfe alle Spione des Duquesne-Spionagerings verhaftet werden konnten. Der Duquesne-Spionagering war ein Netzwerk von 33 deutschen Spionen. Dies war einer der größten Spionagefälle in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Das deutsche Spionagenetzwerk wurde von Frederick „Fritz“ Joubert Duquesne (1877-1956) geleitet. Von den Angeklagten bekannten sich 19 schuldig.

Im Dezember 1941 wurden alle für schuldig befunden und zu Haftstrafen verurteilt. Nach dem Prozess tauchte William G. Sebold unter und lebte vermutlich unter einer anderen Identität in Kalifornien. Er lebte in ständiger Angst, er befürchtete das die Nazis doch noch Rache an ihm verüben wollen. William G. Sebold starb am 16. Februar 1970 an den Folgen eines Herzinfarkts.