True Story

Abgehauen – deutsches Drama aus dem Jahr 1998.

Als Vorlage für den Film diente das Buch „Abgehauen“ des deutschen Schauspielers Manfred Krug (1937-2016), in dem er tatsächliche Ereignisse, der Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR verarbeitet. Manfred Krug selbst verlässt die DDR.

Wolf Biermann

Der 1936 in Hamburg geborene Karl Wolf Biermann ging 1953 in die DDR. 1955 macht er sein Abitur und es folgt ein Studium der politischen Ökonomie, dieses er 1957 abbricht. 1960 veröffentlicht er erste Lieder und Gedichte und lernt Hanns Eisler kennen. Wolf Biermann arbeitet als Regieassistent am Berliner Ensemble. Von 1959 bis 1963 studiert er Philosophie und Mathematik an der Humboldt Universität Berlin.

Seine Lieder, anfangs über Liebe, werden zunehmend politisch, mit kritischen Inhalten. Wolf Biermann ist überzeugter Kommunist, gerät jedoch mit seinen kritischen Texten unter staatliche Kontrolle und Beobachtung. In der DDR bekommt er ein Auftrittsverbot, Auftritte in der BRD werden ihm genehmigt. 1965 verhängt die SED ein absolutes Auftrittsverbot, außerdem ist es ihm untersagt etwas zu veröffentlichen und man verhängt ein Ausreiseverbot.

Trotz dieser Verbote erhält Wolf Biermann im Ausland Literatur- und Schallplattenpreise. 1976 tritt er öffentlich auf, dies auf Einladung eines Pfarrers bei einer Kirchenveranstaltung. Im selben Jahr wird ihm eine Konzertreise in die BRD genehmigt. Das Politbüro des Zentralrats der SED beschließt währenddessen die Ausbürgerung von Wolf Biermann aus der DDR. Die Ausbürgerung löste in Ost- und Westdeutschland Proteste aus. Auch Manfred Krug hatte 1976 ein Protestschreiben gegen die Ausbürgerung unterzeichnet. Wolf Biermann zieht nach Hamburg. Nach dem Mauerfall gibt er Konzerte in Leipzig und Berlin.

Manfred Krug

Da Manfred Krug dieses Protestschreiben gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann unterschrieben hatte, wurde er als Künstler kaltgestellt und ein Berufsverbot verhängt. Manfred Krug stellte daraufhin 1977 einen Ausreiseantrag. Bis zu seiner Ausreise wurde er von der Stasi beschattet.

Manfred Krug wurde am 8. Februar 1937 in Duisburg geboren. Die Eltern ließen sich scheiden und sein Vater zieht mit ihm 1949 in die gerade gegründete DDR. Vater und Sohn ziehen nach Leipzig. Er absolviert eine Lehre zum Stahlschmelzer und macht sein Abitur an der Abendschule. Manfred Krug fand zum Kino und Fernsehen. Er wirkte in zahlreichen Filmen mit. Unter anderem in;

Auch als Sänger wurde er in der DDR populär. Er stellt einen Ausreiseantrag und arbeitet auch in Westdeutschland als Darsteller. Seine Erlebnisse und die damaligen Ereignisse verarbeitet Manfred Krug in seinem Bestseller „Abgehauen“. Ein weiteres Werk „Mein schönes Leben“ wurde ebenfalls zu einem Bestseller. In Westdeutschland wurde Manfred Krug in der Serie „Auf Achse“ bekannt, diese von 1978 bis 1993 gedreht wurde. Manfred Krug verstarb am 21. Oktober 2016 in Berlin.