True Story

Eine Stadt geht durch die Hölle (The Phenix City Story) – amerikanisches Drama, Film Noir aus dem Jahr 1955.

Hierzulande noch nicht erschienen!

Der Film führt uns in die 1950er Jahre in die Stadt Phenix City in Alabama. Der Politiker Albert Patterson (1894-1954) war gerade als Kandidat der Demokraten für den Generalstaatsanwalt von Alabama nominiert worden. Albert Patterson wurde am 18. Juni 1954 vor seiner Anwaltskanzlei in Phenix City ermordet. Dieser Mord führte zu einem Aufschrei und der Gouverneur Gordon Persons (1902-1965) verhängte den Ausnahmezustand.

In Phenix City herrschte das organisierte Verbrechen und die Stadt war gesetzlos geworden. Die Nationalgarde unternahm Schritte, um die Bürger der Stadt zu entwaffnen. Lokale wurden geschlossen, in denen Alkohol ausgeschenkt wurde und Glücksspiele stattfanden. Im November 1954 war die Ordnung wieder hergestellt. Dies ermöglichte die ersten freien Wahlen seit Jahrzehnten. Der Ausnahmezustand wurde am 17. Januar 1955 aufgehoben.

Albert Patterson kämpfte gegen das organisierte Verbrechen und war sich dessen bewusst, dass sich sein Leben in Gefahr befand. Sein Sohn John Malcom Patterson übernahm nun das Amt des Generalstaatsanwalts, von 1955 bis 1959. 1958 wurde er zum Gouverneur von Alabama gewählt und hatte dieses Amt von 1959 bis 1963 inne. Es folgten zahlreiche Anklagen gegen Beamte und Unternehmer in der Stadt, diese im Zusammenhang mit dem organisierten Verbrechen.

Drei Beamte wurden wegen Mordes an Albert Patterson angeklagt, der stellvertretende Sheriff Albert Fuller, der Staatsanwalt Arch Ferrell und Generalstaatsanwalt Si Garrett. Nur Albert Fuller wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, von der er zehn Jahre verbüßte.

An der Seite von Albert Patterson stand auch Hugh A. Bentley (1909-1984), dieser ebenfalls darauf bedacht war die Kriminalität und die Korruption zu bekämpfen. Er überlebte ein Bombenattentat, bei dem sein Haus zerstört wurde und er wurde brutal zusammengeschlagen.