True Story

Der Schinderhannes – deutsches Drama aus dem Jahr 1958.

Der Film beruht auf dem Theaterstück von Carl Zuckmayer, das die Geschichte vom Schinderhannes, dem Räuberhauptmann Johannes Bückler (vermutl. 1739-1803) zeigt. Johannes Bückler trieb als Räuber sein Unwesen, mehrere Straftaten, darunter Diebstähle, Erpressungen und Raubüberfälle wurden ihm zur Last gelegt. Auch Mord konnte man ihm nachweisen. Zu seiner Bande zählten 94 Mittäter.

Am 24. Oktober 1803 beginnt in Mainz der Prozess. 20 Angeklagte landen auf dem Schafott und 28 im Kerker. Auch Schinderhannes wurde hingerichtet. Seine kriminelle Karriere begann im Alter von 15 Jahren. Er und zwei weitere Burschen begannen damit Vieh zu stehlen. Ein Fleischer wurde ihr Abnehmer. Johannes Bückler wurde wieder einmal inhaftiert, konnte jedoch fliehen. Seine erste Tat war der Diebstahl von Kalbfell und Kuhhaut von seinem Meister. Er bekam eine Prügelstrafe von 25 Hieben.

Er wurde nun Anführer einer Diebesbande und fand Gleichgesinnte. Johannes Bückler lebte in den Wäldern, die ihm auch einen gewissen Schutz boten. Bekanntheit erlangte er durch seine mehrmalige Flucht aus Gefangenschaften. Aber auch seine Charaktereigenschaften, diese als hilfsbereit, gerecht und dankbar beschrieben werden. Um 1800 lernt er Juliane Blasius (1781-1851), für ihn Julchen, kennen, die zwei Kinder zur Welt brachte und ihn in Männerkleidung bei seinen Raubzügen begleitete.

Die Bande trieb ihr Unwesen im Umkreis von etwa 80 Kilometern, im Hunsrück, Taunus und dem Unteren Westerwald. Zur Bande zählten auch Räuber die kamen und gingen. Für jedes Vorhaben gab es verschiedene Leute. Anfangs klaute Johannes Bückler vermutlich aus völliger Armut, später jedoch zeichnen sich seine Verbrechen durch ein hohes Maß an Brutalität aus. 1802 wurde Johannes Bückler gefasst und inhaftiert. Das Urteil lautete Todesstrafe und er wurde mittels Fallbeil hingerichtet. Der Prozess hatte sich schnell herumgesprochen und eine Volksmenge angezogen. Julchen wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt.