True Story

Aurore – kanadisches Drama aus dem Jahr 2005.

Das Drama beruht auf der grausamen Geschichte, eines Martyriums, des jungen kanadischen Mädchens Marie-Aurore-Lucienne Gagnon, bekannt als Aurore Gagnon (1909-1920), das Opfer von schwerem Kindesmissbrauch wurde und an den Folgen verstarb. Das Mädchen starb am 12. Februar 1920 durch schwerste körperliche Misshandlungen und an einer Blutvergiftung. Ihre Stiefmutter Marie-Anne Houde und ihr leiblicher Vater Télesphore Gagnon hatten dem Mädchen zahlreiche Wunden zugefügt.

Ihre leibliche Mutter erkrankte 1916 an Tuberkulose und starb 1918. Ihr Vater heiratet unmittelbar danach erneut. Zwei Jahre später stirbt Aurore im Alter von zehn Jahren. Télesphore Gagnon und seine erste Ehefrau Marie-Anne Caron hatten fünf Kinder; Marie-Jeanne, Marie-Aurore, Lucina, Georges-Étienne und Joseph. Die Familie lebte in der kleinen Gemeinde Fortierville, Quebec.

Marie-Anne Houde war die Witwe eines Cousins von Télesphore Gagnon und zog in das Haus, mit der Absicht auf die Kinder aufzupassen. Sie selbst hatte zwei Söhne. 1917 wurde der zweijährige Joseph tot in seinem Bett aufgefunden. Eine Untersuchung ergab das er natürlichen Todes gestorben sei. 1918 starb Marie-Anne Caron an ihrer Krankheit. Daraufhin heiratet Télesphore Gagnon erneut.

Nun beginnt das Martyrium des kleinen Mädchens Aurore und sie wird schwer misshandelt. Laut Augenzeugen habe ihre Stiefmutter versucht sie zu vergiften, indem sie Waschmittel trinken sollte. Im September 1919 wurde das Mädchen in ein Krankenhaus eingeliefert, dies aufgrund einer schweren Infektion am Bein, verursacht durch ihre Stiefmutter. Als Aurore aus dem Krankenhaus entlassen wurde ging das Martyrium weiter, wurde misshandelt und geschlagen.

Aurore hat dies nicht überlebt. Sie starb und durch eine Autopsie fand man über 50 Wunden an ihrem ganzen Körper. Eine schwere Wunde am Kopf, das Blut verkrustet und die Wunde vereitert. Ihr linker Oberschenkel war geschwollen. Die Haut an ihren Händen und Handgelenken war bis auf die Knochen abgerissen. Die zahlreichen Wunden hatten zu einer Blutvergiftung geführt.

Nach der Bestattung wurden ihre Stiefmutter und ihr Vater festgenommen. Marie-Anne Houde wurde zum Tode verurteilt, das Urteil jedoch in lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Sie wurde nach 15 Jahren Haft entlassen und starb 1936. Télesphore Gagnon verbüßte fünf Jahre in Haft. Er wurde wegen guter Führung vorzeitig entlassen.