True Story

The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft – britisches Drama aus dem Jahr 2017.

Der Film beruht auf dem Bühnenstück „The Archbishop and the Antichrist“ von Michael Ashton, angelehnt an den südafrikanischen Erzbischof Desmond Tutu, dieser nach dem Ende der Apartheid die Wahrheits- und Versöhnungskommission leitet. Piet Blomfeld (Eric Bana) ist eine fiktive Figur. Die Charaktere basieren auf Aussagen aus den Unterlagen der TRC.

Desmond Tutu

Desmond Tutu wurde 1931 in Südafrika geboren. Ein Theologe, der für seine Arbeit gegen die Apartheid und als Menschenrechtsaktivist Bekanntheit erlangte. Von 1985 bis 1986 war Desmond Tutu Bischof von Johannesburg und von 1986 bis 1996 Erzbischof von Kapstadt. 1984 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ab 1995 war Desmond Tutu Vorsitzender der südafrikanischen Wahrheits- und Versöhnungskommission.

Wahrheits- und Versöhnungskommission

Die Wahrheits- und Versöhnungskommission (Truth and Reconcillation Commission – TRC) war eine südafrikanische Einrichtung zur Untersuchung von politisch motivierten Verbrechen während der Apartheid. Ziel war es, Opfer und Täter in einen Dialog zu bringen. So sollte eine Grundlage für die Versöhnung geschaffen werden. Es gab zahlreiche Opfer politischer Gewalt, die man anhörte und diese zum Teil Entschädigungen erhielten.

Zahlreiche Morde und Anschläge konnten aufgeklärt werden. Man bekam nun auch Informationen über das Verschwinden von Angehörigen und deren Schicksale. Verbrechen wurden zum Teil gestanden, sowie Folter und Hinrichtungen. Kritik gab es jedoch auch, dass die Täter straffrei blieben und ihnen Amnestie gewährt wurde.

Die Entstehung des Drehbuchs

Michael Ashton ist Dramatiker und Drehbuchautor aus Dundee, Schottland. Nachdem er mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen hatte, wurde er 2008 wegen Betruges verurteilt. Während seiner 18-monatigen Haftstrafe war er fest entschlossen sein Leben zu ändern und sich selbst zu erlösen. Seitdem hat Michael Ashton über 30 Stücke geschrieben, darunter das preisgekrönte Stück „Der Erzbischof und der Antichrist“.

Während seiner Haftstrafe befasste er sich mit der Wahrheits- und Versöhnungskommission in Südafrika. So entstand gleichzeitig seine Diplomarbeit. „Ich wollte darüber schreiben, was Menschen ins Gefängnis gebracht hat. Als ich ins Gefängnis kam, war ich ein totales Wrack. Ich wollte etwas Sinnvolles schreiben. Man hat Filme über Nelson Mandela gedreht, aber Desmond Tutu, der sehr hart gearbeitet hat und an vorderster Front stand, wurde völlig vergessen.“