True Story

Das Geheimnis der Freiheit – deutsches Drama aus dem Jahr 2020.

Das Geheimnis der Freiheit oder auch Berthold Beitz – ein unruhiges Leben (Arbeitstitel) beruht auf einer wahren Begebenheit.

Der Schriftsteller Golo Mann (1909-1994), der Sohn des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann (1875-1955) – Die Manns – erhält 1975 eine Anfrage von Berthold Beitz (1913-2013), einem Manager und Vorsitzenden des Kuratoriums der gemeinnützigen Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, eine Biografie von Alfried Krupp (1907-1967) zu schreiben.

Golo Mann zögerte zunächst, nahm jedoch den Auftrag an. Da er mit dieser Arbeit nicht gut vorangekommen war und die Auftraggeber mehrmals nachfragten, wurde ihm dieser Auftrag 1981 gekündigt. Einerseits war er erleichtert, doch ihn ärgerten auch die erhaltene Bezahlung und die vergoldete Zeit. Zwischen Golo Mann und Berthold Beitz kommt es zu Auseinandersetzungen, wie man mit der deutschen Vergangenheit und dem eigenen Erbe umgeht. Der fertige Teil der Biografie habe Berthold Beitz nicht gefallen. Auch Familienmitglieder von Bohlen und Halbach hatten gegen den fertigen Text Einspruch erhoben.

Viele deutsche Unternehmen, so auch der Krupp-Konzern, gerieten in den 1970er Jahren in die öffentliche Kritik, aufgrund der Verbindungen zur NS-Zeit. Alfried Krupp hatte ab 1931 die SS unterstützt und war Mitglied der NSDAP. Zudem war er Mitglied des Rüstungsrats beim Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion. Er wurde als Kriegsverbrecher während der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse angeklagt. 1951 wurde Alfried Krupp aus der Haft entlassen. Zwei Jahre darauf übernimmt er wieder die Leitung des Unternehmens und holt Berthold Beitz als Generalbevollmächtigten in den Konzern.