True Story

Wolz – Leben und Verklärung eines deutschen Anarchisten – deutsches (DDR) Drama aus dem Jahr 1973.

Der Film der DEFA beruht auf der Geschichte von Max Hölz, auch Max Hoelz (1889-1933), seinen revolutionären Aktionen während der Märzkämpfe in Mitteldeutschland 1921. Die Märzkämpfe in Mitteldeutschland, Mitteldeutscher Aufstand, war eine von KPD und linkradikalen Kräften bewaffnete Arbeiterrevolte in Halle, Leuna, Merseburg sowie im Mansfelder Land. Diese Aktion endete mit einer Niederlage der Aufständischen.

Max Hoelz wurde am 14. Oktober 1889 in Moritz bei Riesa geboren. Bereits im Kindesalter musste er zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Er besucht die Volksschule, arbeitet bei Gutsbesitzern, als Hoteldiener in Baden-Baden, sowie in London. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland bildet er sich zum Vermessungstechniker weiter. 1915 heiratet er Klara Buchheim. Max Hoelz dient im Ersten Weltkrieg und wird 1919 Mitglied der KPD.

Als überzeugter Kommunist und Arbeiterführer in Sachsen stellt er gegen den Willen der KPD-Führung bewaffnete Kampfgruppen auf, diese den Aufstand im März 1921 initiierten. Linke Republikfeinde lieferten sich mit der Polizei einen regelrechten Krieg. Max Hoelz wurde somit aus der KPD ausgeschlossen. Noch im selben Jahr wird er zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt. Zur Last gelegt wurde ihm ein Mord an einem Gutsbesitzer. Der wahre Mörder konnte jedoch später gefunden werden.

1928 wurde Max Hoelz aus der Haft entlassen, nachdem sich bekannte Persönlichkeiten, wie Albert Einstein oder Heinrich Mann für eine Überprüfung seines Urteils einsetzten. 1929 emigrierte er auf Einladung Stalins in die UdSSR und seine Autobiografie „Vom weißen Kreuz zur roten Fahne“ erschien. In der Sowjetunion wurde er neben Ernst Thälmann als Redner bekannt.

Max Hoelz starb am 15. September 1933. Er sei angeblich ertrunken, nachdem sein Boot gekentert war. Diese Darstellung seines Ablebens ist jedoch umstritten, da man seinen Leichnam eingeklemmt in der Stahlverstrebung eines Brückenpfeilers fand. Außerdem sei sein Gesicht völlig entstellt gewesen. Diese Umstände ließen auf einen Mord hindeuten, wobei Zeugen beobachtet hätten, wie zwei Männer auf einen weiteren Mann einschlugen und ihn unter Wasser drückten. Die Zeugen weigerten sich jedoch ihre Aussagen zu beeiden oder schriftlich niederzulegen.