True Story

Carl Schurz – deutsches Drama aus dem Jahr 1968.

Der Film beruht auf dem Leben von Carl Schurz (1829-1906), einem deutschen Revolutionär, der in die Vereinigten Staaten auswandert und von 1877 bis 1881 unter dem Präsidenten Rutherford B. Hayes (1822-1893) Innenminister der Vereinigten Staaten wurde.

Carl Christian Schurz wurde am 2. März 1829 in Liblar, Preußische Rheinprovinz, geboren. Ab 1848 studiert er Philologie und Geschichte an der Universität Bonn. Während der Märzrevolution nahm er am 10. Mai 1849 am Sturm auf das Siegburger Zeughaus teil. Carl Schurz hatte sich der demokratischen Bewegung angeschlossen, wurde verhaftet und konnte entkommen. In Berlin befreit er seinen früheren Professor Gottfried Kinkel (1815-1882).

Carl Schurz muss erneut fliehen und lebt bis 1852 in London. 1852 heiratet er Margarethe Meyer (1833-1876) und wandert mit seiner Ehefrau in die Vereinigten Staaten aus. Hier ist Carl Schurz zunächst als Publizist und Rechtsanwalt tätig, bevor seine politische Karriere begann. Als Gegner der Sklaverei schließt er sich der Republikanischen Partei an. Ab 1862 dient er als Brigadegeneral und später als Generalmajor in der Armee der Nordstaaten. Nach dem Sieg der Nordstaaten widmet er sich ganz der Politik.

Seine Ehefrau Margarethe Meyer-Schurz hatte 1856 den ersten deutschsprachigen und zugleich ersten Kindergarten der Vereinigten Staaten eröffnet. Das Paar hatte selbst fünf Kinder. 1877 wurde Carl Schurz als Innenminister der Vereinigten Staaten ernannt. Bis zu seinem Tod engagierte er sich in der Politik.

1898 gründet er gemeinsam mit Mark Twain (1835-1901), William James (1842-1910) und George S. Boutwell (1818-1905) die American Anti-Imperial League, diese sich gegen die Kriege einsetzte. Seine Ehefrau war bereits am 15. März 1876 an Kindbettfieber verstorben. Carl Schurz starb am 14. Mai 1906 in New York.