True Story

Der Fall Rohrbach – deutsches Dokumentarspiel aus dem Jahr 1963.

Geschildert wird der Fall der Maria Rohrbach, die Opfer eines Justizirrtums wurde.

Am 12. April 1957 entdeckten zwei Kinder beim Spielen den im Wasser schwimmenden Unterkörper einer männlichen Leiche. Ein Gärtner hatte Stunden zuvor den Oberkörper im flussaufwärtsliegenden Aasee gefunden. Ein Mann wurde getötet und zersägt, es fehlten jedoch der Kopf und die Beine.

Ermittlungen ergaben, dass es sich bei der Leiche um den 40-jährigen Anstreicher Hermann Rohrbach aus Münster handelt. Der Verdacht fiel auf dessen Ehefrau Maria Rohrbach. Sie hatte eine Beziehung zu einem britischen Besatzungssoldaten, die von ihrem Ehemann geduldet wurde. Ihr 16 Jahre älterer Ehemann war homosexuell und die Ehe nur eine Zweckgemeinschaft.

Maria Rohrbach beteuerte ihre Unschuld. Die Anklage baute sich auf Indizien auf, sie habe ihren Ehemann vergiftet, getötet und die Leiche zerstückelt. Am 18. April 1958 wurde Maria Rohrbach wegen Mordes zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt.

Im Sommer 1959 fand man den Schädel des Ermordeten. 1961 begann ein Wiederaufnahmeverfahren, durch das erhebliche Fehler bei den Ermittlungen, unter anderem eines Gutachters, aufgedeckt wurden. Der Gutachter hatte damals behauptet, sie habe den Schädel im Kamin verbrannt, er habe Reste von einem Gift im Kamin gefunden. Noch im selben Jahr wurde Maria Rohrbach aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Der Mörder konnte nie ermittelt werden.