True Story

Gangsters (Edwin Boyd) – kanadisches Drama aus dem Jahr 2011.

Der Film beruht auf der Geschichte des kanadischen Bankräubers Edwin Alonzo Boyd (1914-2002), dem Anführer der Boyd-Gang, dessen kriminelle Karriere ihn zu einem Volkshelden machte.

Die Boyd-Gang war eine berüchtigte kriminelle Bande in Toronto, deren Aktivitäten und sensationellen Aktionen Gegenstand der Medien wurde. Dazu zählten Banküberfälle und Gefängnisausbrüche. Es kam zu Schießereien und man pflegte Kontakte zu schönen Frauen.

Bereits in seiner Jugend beging Edwin Boyd zahlreiche Verbrechen, diese ihn im Alter von 22 Jahren ins Gefängnis führten. Nach seinem Dienst in der Armee während des Zweiten Weltkrieges fand er keine Arbeit und wandte sich dem Verbrechen zu, um so auch für seine Frau Doreen Mary Frances Thompson und den drei Kindern sorgen zu können. 1949 beraubt er eine Filiale der Bank of Montreal. Bis 1951 soll er mindestens sechs Banküberfälle verübt haben.

Edwin Boyd schloss sich einem weiteren Bankräuber an um nun gemeinsam Banken zu überfallen. Sein Partner wurde gefasst und plauderte, was schließlich beide ins Gefängnis brachte. Bereits in Haft war ein Mitglied einer weiteren Bande. Man unterhielt sich und tauschte sich aus. Am 4. November 1951 gelang Edwin Boyd und weiteren Häftlingen, den Jacksons, die Flucht aus dem Gefängnis. Die Boyd-Gang war geboren und deren Mitglieder später verhaftet, außer Edwin Boyd selbst, der zunächst observiert und später festgenommen wurde.

Steve Suchan und Lennie Jackson wurden hingerichtet, da sie einen Polizeibeamten erschossen hatten. Edwin Boyd und Willie Jackson wurden zu langen Zuchthausstrafen verurteilt und 1962 auf Bewährung entlassen. Edwin Boyd ging unter einem anderen Namen nach Victoria, wo er als Busfahrer arbeitet. Er und seine Ehefrau hatten sich scheiden lassen und er heiratet eine Frau mit einer Behinderung, um die er sich 35 Jahre kümmert, bevor beide in ein Altenheim gehen.

Kurz vor seinem Tod soll er einem CBC-Produzenten mitgeteilt haben, dass er ein Pärchen getötet habe und die Leichen in den Kofferraum eines Wagens im High Park in Toronto gelassen hatte. Dieses Verbrechen passt zu den Morden an Iris Scott und George Vigus am 11. September 1947. Bevor man dieses Geständnis untersuchen konnte, starb Edwin Boyd im Mai 2002 im Alter von 88 Jahren.