True Story

Ein Lied geht um die Welt – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 1958.

Ein Lied geht um die Welt – Die Joseph Schmidt Story basiert auf der Lebensgeschichte des österreichischen Tenors Joseph Schmidt (1904-1942). „Ein Lied geht um die Welt“ ist zugleich der Titel eines Liedes, seinem größten musikalischen Erfolg.

Kleiner Mann mit großer Stimme

Joseph Schmidt wurde am 4. März 1904 in Dawideny, Österreichisches Kronland Bukowina, als Sohn deutschsprachiger orthodoxer Juden geboren. Ab 1925 studiert Joseph Schmidt Gesang an der Königlichen Musikschule Berlin. Seine Stimme machte ihn weltweit erfolgreich, nahm Schallplatten auf und gab Rundfunksendungen.

So wurde Joseph Schmidt zu einem gefeierten Tenor. Aufgrund seiner geringen Körpergröße von nur 1,54 m blieb ihm eine Karriere auf der Bühne teilweise verwehrt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten sang er am 20. Februar 1933 ein letztes Mal im deutschen Rundfunk. Nach der Premiere des Films Ein Lied geht um die Welt (1933), in dem er die Hauptrolle spielt, emigrierte er nach Wien, gastierte in Palästina und sang in der New Yorker Carnegie Hall.

Bis 1937 gab er noch einzelne Konzerte beim Jüdischen Kulturbund. Nachdem Österreich annektiert wurde, floh er zunächst nach Belgien und 1940 nach Frankreich. Als Deutscher wurde Joseph Schmidt hier zwangsinterniert. 1942 gelang ihm die Flucht in die Schweiz.

In der Schweiz erkrankte Joseph Schmidt an einer Halsentzündung. Seinen Hinweis auf starke Schmerzen in der Herzgegend hatte man jedoch ignoriert. Er wurde aus dem Spital entlassen und musste in das Auffanglager zurückkehren. Zwei Tage später verstarb Joseph Schmidt in einem nahegelegenen Restaurant an Herzversagen. Nur einen Tag nach seinem Tod lag seine Arbeitserlaubnis vor und er wäre ein freier Mann gewesen.